Reizvokabeln

Eine Distanzierung der CDU-Parteispitze ist das mindeste.“ Ansonsten laste über der ganzen Partei „ein brauner Schatten“. Damit würden „die demokratischen Werte unserer Gesellschaft beschmutzt“: Die grüne Bundestagsfraktion ist außer sich – wie auch andere Gouvernanten der Political Correctness (Iris Berben, Paul Spiegel, Hildegard Hamm-Brücher et al.), die „rechte Parolen“ im Wahlkampf verboten sehen wollen. Was ist geschehen? Der konservative Unionsabgeordnete Henry Nitzsche wirbt für die Bundestagswahl mit den Begriffen „Arbeit, Familie, Vaterland“. Wahrhaft: Das sind Reizvokabeln für die Regierung, besonders für die Grünen, die mit allen drei Begriffen nichts am Hut haben. Doch damit nicht genug. Dem Sachsen wird angelastet, daß dieser Spruch auch noch „aus der Nazizeit“ (MDR) stamme, nämlich als Motto „Travail, Famille, Patrie“ von der Regierung Pétain in Frankreich nach 1940 benutzt wurde. Zudem habe auch die NPD bereits mit diesem Slogan geworben, und „wer bei der NPD abschreibt, hat im Bundestag nichts verloren“, weiß Grünen-Chefin Claudia Roth. Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt erkennt wie sein Vorgänger Biedenkopf „eine Deformation des Denkens, wenn solche Worte nicht mehr verwendet werden dürfen“. Das ist zwar richtig. Doch der hysterische Aufschrei zielt trotz aller Beteuerungen weniger gegen die Parole als solche oder gar gegen Rechtsextremismus. Mit Henry Nitzsche soll erneut einer der wenigen Konservativen innerhalb der Union zum Abschuß freigegeben werden.

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