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Wilders-Wahl, Ricarda Lang und Adenauer: Kaisers royaler Wochenrückblick

Wilders-Wahl, Ricarda Lang und Adenauer: Kaisers royaler Wochenrückblick

Wilders-Wahl, Ricarda Lang und Adenauer: Kaisers royaler Wochenrückblick

Vorhang auf für Boris T. Kaisers Wochenrückblick Foto: : picture alliance/imageBROKER / JF-Montage
Vorhang auf für Boris T. Kaisers Wochenrückblick Foto: : picture alliance/imageBROKER / JF-Montage
Vorhang auf für Boris T. Kaisers Wochenrückblick Foto: : picture alliance/imageBROKER / JF-Montage
Wilders-Wahl, Ricarda Lang und Adenauer
 

Kaisers royaler Wochenrückblick

Wilders räumt in den Niederlanden ab, Ricarda Lang legt auf dem Grünen Parteitag zu und für Konrad Adenauer wird es langsam eng. Boris T. Kaiser blickt zurück.
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Europa rückt nach rechts. Nach der Eroberung der Regierung durch Giorgia Meloni in Italien, der großen Zugewinne für Marine Le Pen bei den französischen Parlamentswahlen 2022 und der wachsenden Zustimmung für die rechten Parteien in Skandinavien und Finnland, nun der erdrutschartige Wahlsieg des „Rechtspopulisten“ Geert Wilders und seiner Partei für die Freiheit (PVV) bei der Parlamentswahl in den Niederlanden. Die Botschaft ist eindeutig: Die Völker Europas haben die Schnauze voll.

Von der permanenten Bevormundung durch die Europäische Union. Von der sogenannten Klimaschutzpolitik, die in Wahrheit nichts anderes ist, als der ideologische Amoklauf einiger elitärer Kreise, denen es völlig egal ist, daß ihre grünen Zukunftsvisionen die normalen Menschen im Hier und Jetzt bis an die Grenzen des finanziell erträglichen und darüber hinaus schröpfen und belasten. Vor allem aber haben die Bürgerinnen und Bürger in Europa die Schnauze voll von der Zwangs-Afro-Arabisierung ihrer Heimatländer, durch die ihnen aufgezwängte „Willkommenkultur“ und der gestiegenen Kriminalität und Ausplünderung ihrer Sozialsysteme, die diese Migrationsflut mit sich bringt.

Der Triumph des islamkritischen Hardliners Geert Wilders – und die immer höheren Stimmenanteile für die politischen Gegner der kulturfremden Masseneinwanderung auf dem gesamten europäischen Kontinent – ist nicht weniger, als der verzweifelte Aufschrei all derer, die ihre eigenen Städte nicht mehr wiedererkennen. Ein Ruf nach geschlossenen Grenzen und Remigration. Ein kämpferisches: „Nein, wir schaffen das nicht. Wir wollen das auch nicht schaffen. Also schafft Eure Gäste gefälligst wieder raus hier!“, an die etablierte Politik. Eine Absage an die Islamisierung des europäischen Alltags. Die Reconquista an der Wahlurne.

Dickes Stimmen-Plus für Ricarda Lang

Auch bei den Grünen wurde in dieser Woche gewählt. Dicke Überraschungen blieben dabei aus. Stattdessen haben die Delegierten auf dem Parteitag in Karlsruhe die bisherigen Vorsitzenden Ricarda Lang und Omid Nouripour in ihren Ämtern bestätigt. Nouripour hatte mit Philipp Schmagold immerhin einen Gegenkandidaten und brachte es deshalb nur auf 79,1 Prozent der Stimmen. Migrant und Moslem sein reicht eben selbst bei den Grünen inzwischen nicht mehr aus, um völlig unantastbar und unangefochten zu sein.

Frausein dagegen schon. So erlangte Ricarda Lange – ganz ohne Gegenkandidaten – 82,3 Prozent. Das war nochmal ein fettes Plus gegenüber ihrem vorjährigen Wahlergebnis. Damals, auf dem digitalen Parteitag im Januar 2022, erhielt Lang zunächst insgesamt 75,9 Prozent der Stimmen. Nach einer erneuten Abstimmung per Briefwahl waren es 78,7 Prozent. Die famose Filderstädterin konnte also wirklich nochmal ordentlich zulegen.

Kein Adenauer bei den Grünen

Nach den Wahlen des Bundesvorstandes und der Europawahlliste haben die Grünen am Samstag ihren Parteitag mit Beratungen über das Europawahlprogramm fortgesetzt. Dabei mußte die neue und alte Doppelspitze gleich eine inhaltliche Niederlage einstecken. In seinem Programmentwurf hatte der Parteivorstand ein Zitat von Konrad Adenauer aufgenommen. Der CDU-Politiker und erste Kanzler der Bundesrepublik hatte vor etwa 70 Jahren über die Einheit Europas einmal gesagt, diese „war ein Traum von wenigen. Sie wurde eine Hoffnung für viele. Sie ist heute eine Notwendigkeit für uns alle“.

Die Aussage selbst paßt eigentlich wunderbar zu dem grünen Elite-Bewußtsein, dem zufolge es die Partei als visionäre moralische Übermutter braucht, die besser weiß, was die Massen brauchen, als die Menschen aus denen sie sich zusammensetzt. So war das Zitat an sich auch gar nicht das Problem der Grünen-Basis. Vielmehr störten sich die Delegierten daran, daß der, von dem diese Worte stammen, als Person nicht den woken Werten der Grünen entsprochen habe.

Neben seinem Umgang mit ehemaligen NS-Kadern kritisierten die Delegierten vor allem die Haltung, die der Ex-Kanzler gegenüber Frauen gehabt haben soll. „Adenauer war in seiner Zeit und ist bis heute problematisch.“ So habe er sich lange geweigert, eine Frau als Ministerin zu ernennen, weil er Frauen für zu weich hielt, sagte Shirin Kreße aus dem Kreisverband Berlin-Mitte in ihrer Rede, zur Begründung ihres Antrags, das Europa-Zitat, des alten, weißen Mannes, aus dem Europawahlprogramm der Partei zu streichen. Die Mehrheit der Delegierten auf dem Parteitag konnte sie damit überzeugen. So wollen die Grünen Völkern Europas nun ganz ohne die indirekte Unterstützung „des Alten“ sagen, wo es langgeht – wenn die da nicht mal wieder eine ganz andere Richtung wählen.

Vorhang auf für Boris T. Kaisers Wochenrückblick Foto: : picture alliance/imageBROKER / JF-Montage
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