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Mecklenburg-Vorpommern: Schwesigs PR-Verflechtung wird zum Problem im Wahlkampf

Mecklenburg-Vorpommern: Schwesigs PR-Verflechtung wird zum Problem im Wahlkampf

Mecklenburg-Vorpommern: Schwesigs PR-Verflechtung wird zum Problem im Wahlkampf

Ließ sich von einer PR-Agentur unter anderem auf den Nordstream-Ausschuss vorbereiten: Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: picture alliance/dpa | Jens Büttner
Ließ sich von einer PR-Agentur unter anderem auf den Nordstream-Ausschuss vorbereiten: Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: picture alliance/dpa | Jens Büttner
Ließ sich von einer PR-Agentur unter anderem auf den Nordstream-Ausschuss vorbereiten: Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: picture alliance/dpa | Jens Büttner
Mecklenburg-Vorpommern
 

Schwesigs PR-Verflechtung wird zum Problem im Wahlkampf

Fast 60.000 Euro zahlte die Staatskanzlei an PR-Profis – unter anderem für Manuela Schwesigs Vorbereitung auf den Nord-Stream-Ausschuss. Pikant: Eine Mitarbeiterin der Agentur verantwortet heute die Kommunikation im SPD-Wahlkampf.
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SCHWERIN. Eine personelle Verbindung zwischen der von Mecklenburg-Vorpommerns Staatskanzlei bezahlten PR-Agentur und dem aktuellen SPD-Wahlkampf sorgt wenige Wochen vor der Landtagswahl für Kritik. Die Agentur „365 Sherpas“ erhielt seit 2022 knapp 60.000 Euro vom Land. Zu ihren Aufgaben gehörte auch, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) auf ihre Aussage im Nord-Stream-Untersuchungsausschuss vorzubereiten.

Gleichzeitig arbeitet Lilly Blaudszun weiterhin als „Senior Associate“ für die Agentur. Die 25-Jährige verantwortet derzeit die Kommunikation des SPD-Landesverbandes im Wahlkampf.

Sie gehört damit zu dem Team, das Schwesigs Partei durch die entscheidenden Wochen vor der Landtagswahl am 20. September begleitet. Blaudszun betont, beide Tätigkeiten seien voneinander getrennt. Dennoch gerät die Verbindung nun politisch unter Druck. Die Details gehen aus einer Antwort der Staatskanzlei auf eine Anfrage der Grünen hervor. Seit Mai 2022 zahlte das Land demnach insgesamt 59.855,82 Euro an „365 Sherpas“. Die Agentur beriet die Regierung unter anderem in der Pressearbeit zur Klimaschutzstiftung Mecklenburg-Vorpommern..

Fast 60.000 Euro für „365 Sherpas“

Die Staatskanzlei bestätigte zudem ausdrücklich, dass die PR-Profis Schwesig für ihre Vernehmung vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss vorbereiteten. Dabei wurden nach der vorliegenden Kostenaufstellung häufig Stundensätze von 370 Euro berechnet, teilweise sogar mehr. Hinzu kamen Übernachtungskosten und Kilometerpauschalen.

Der Untersuchungsausschuss sollte gerade die Rolle der Landesregierung bei der Klimaschutzstiftung und beim Weiterbau von Nord Stream 2 untersuchen. Schwesig wurde als 91. und letzte Zeugin des Gremiums vernommen.

Opposition spricht von „arrangierten Abhängigkeiten“

Bei Grünen und CDU stößt die Konstruktion auf scharfe Kritik. „Eine PR-Beratung für eine Zeugenaussage konterkariert die Idee eines Untersuchungsausschusses“, sagte die Grünen-Abgeordnete Jutta Wegner. Zeugenaussagen sollten „wahrheitsgemäß und unbeeinflusst“ sein und nicht zum Ergebnis professionellen Politmarketings werden.

Noch deutlicher zielt CDU-Abgeordnete Katy Hoffmeister auf die personellen Verbindungen. Sie fragt, ob sich hier eine „Ansammlung arrangierter Abhängigkeiten“ zeige: eine Mitarbeiterin zugleich bei Agentur und Partei, eine Staatskanzlei als zahlender Kunde der Agentur und dazwischen Schwesig als Partei- und Regierungschefin.

Die Klimaschutzstiftung war 2021 mit Unterstützung der Landesregierung gegründet worden und half später auch dabei, Material und Dienstleistungen für Nord Stream 2 zu beschaffen, als der Pipelinebau wegen amerikanischer Sanktionen unter Druck geraten war. Blaudszun hält unterdessen daran fest, dass ihre Arbeit für „365 Sherpas“ und ihr Einsatz für die SPD organisatorisch voneinander getrennt seien. (rr)

Ließ sich von einer PR-Agentur unter anderem auf den Nordstream-Ausschuss vorbereiten: Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: picture alliance/dpa | Jens Büttner
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