BERLIN. Die Union ist so unbeliebt wie seit fast fünf Jahren nicht mehr. Wären heute Bundestagswahlen, käme die Union im Bund nur noch auf 20 Prozent, wie aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der Bild-Zeitung hervorgeht. Damit verliert sie einen Prozentpunkt im Vergleich zur Umfrage in der Vorwoche und erreicht nun den niedrigsten Insa-Umfragewert seit Oktober 2021.

Die AfD steht unverändert bei 28 Prozent und hat nun acht Prozentpunkte Vorsprung auf CDU und CSU. Die SPD stagniert bei zwölf Prozent, die Grünen stehen ebenso unverändert bei 13 Prozent. Die Linkspartei kann sich um einen Prozentpunkt auf nun zwölf Prozent verbessern. Die FDP wäre mit fünf Prozent knapp im Bundestag vertreten, das BSW mit drei Prozent nicht.
Auch die Bundesregierung um Kanzler Friedrich Merz (CDU) bleibt unbeliebt. Laut der Umfrage sind nur 16 Prozent der Bürger mit der Arbeit von schwarz-rot zufrieden. Insa-Chef Herrmann Binkert sagte dazu der Bild-Zeitung, die Unterstützung sei so gering wie nie, die Ablehnung so hoch wie nie. Er prognostizierte, dass sich dieser Trend „wahrscheinlich nicht mehr drehen“ werde, weil selbst die verbliebenen Wähler von Union und SPD die Entscheidungen der Bundesregierung nicht mehr unterstützten.
Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt, am 20. In Mecklenburg-Vorpommern – am selben Tag wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. Aktuellen Insa-Umfragen zufolge ist die AfD sowohl in Sachsen-Anhalt als auch in Mecklenburg-Vorpommern mit deutlichem Abstand stärkste Kraft, nur in Berlin ringen CDU (20 Prozent), Linkspartei (19 Prozent) und die AfD (17 Prozent) um den Wahlsieg. (st)






