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Forsa-Umfrage: Vertrauen in den Staat stürzt ab auf Tiefstwert

Forsa-Umfrage: Vertrauen in den Staat stürzt ab auf Tiefstwert

Forsa-Umfrage: Vertrauen in den Staat stürzt ab auf Tiefstwert

Volker Geyer, Bundesvorsitzender des Beamtenbund und Tarifunion (dbb), bei einem Statement anlässlich des Verlaufs der Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Er warnt davor, dass der Staat handlungsunfähig werden könnte.
Volker Geyer, Bundesvorsitzender des Beamtenbund und Tarifunion (dbb), bei einem Statement anlässlich des Verlaufs der Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Er warnt davor, dass der Staat handlungsunfähig werden könnte.
Der Bundesvorsitzende des Beamtenbundes und Tarifunion, Volker Geyer: Bundesregierung muss sinkendes Vertrauen bekämpfen. Foto: picture alliance/dpa | Michael Bahlo
Forsa-Umfrage
 

Vertrauen in den Staat stürzt ab auf Tiefstwert

Heftige Klatsche für Politik und Beamte. Einer aktuellen Umfrage zufolge halten nur 17 Prozent der Bürger den Staat für fähig, seine Aufgaben zu erfüllen. Das ist ein Negativrekord.
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BERLIN. Das allgemeine Vertrauen in den deutschen Staat hat einen neuen Tiefstand erreicht. Nur 17 Prozent der Bürger sind der Meinung, der Staat sei in der Lage, seine Aufgaben zu erfüllen. 79 Prozent halten ihn für überfordert, wie aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Deutschen Beamtenbundes und Tarifunion hervorgeht. Das ist der tiefste Stand seit Beginn der jährlichen Erhebung 2019.

Die Grafik zeigt, für wie handlungsfähig die Menschen in Deutschland ihren Staat halten. Dabei wird die zeitliche Entwicklung seit 2019 dargestellt.
Quelle: Forsa / Deutscher Beamtenbund Grafik: JF

Die Zahlen zeigen eine drastische Verschlechterung des Ansehens des Staates. So hielten 2020 noch 56 Prozent der Befragten den Staat für fähig, seinen Aufgaben nachzukommen. 2021 waren es nur noch 45 Prozent, im Folgejahr 29 Prozent. Im vergangenen Jahr hielten noch 23 Prozent den Staat für handlungsfähig.

Grünen-Anhänger sehen Entwicklung des Staates am positivsten

Im Vergleich zu 2024 und 2025 haben sich die Gründe für die Unzufriedenheit der Bürger spürbar verändert. 26 Prozent der Unzufriedenen halten vor allem die geplante Renten- und Sozialstaatsreform für das Hauptproblem, gefolgt von der Steuerpolitik mit 18 Prozent. Die Asylpolitik als wichtigstes Themenfeld staatlichen Versagens hielten 2026 nur 16 Prozent für das größte Problem – in den vergangenen beiden Jahren waren das noch 30 Prozent.

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Der Ernst der Lage wird dabei je nach Parteipräferenz sehr unterschiedlich wahrgenommen. So waren unter Anhängern der Grünen 39 Prozent der Meinung, die „Leistungsfähigkeit des öffentlichen Dienstes im Vergleich zu den letzten Jahren“ habe sich verschlechtert. Unterstützer der AfD sehen das hingegen zu 70 Prozent so. Anhänger der Linkspartei sind nach denen der AfD die skeptischsten – 49 Prozent von ihnen halten die Leistungsfähigkeit des Staates für geringer als in den vergangenen Jahren. Parteiübergreifend attestieren erstmals mehr als die Hälfte aller Bürger dem Staat eine gesunkene Leistungsfähigkeit (51 Prozent).

Der Bundesvorsitzende des Deutschen Beamtenbundes, Volker Geyer, bezeichnete die Ergebnisse der Umfrage als „eine Katastrophe und einen Weckruf für die Regierung“. Die Politik müsse dringend handeln, um diese Entwicklung zu stoppen. „Die Bundesregierung ist am Zug. Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland erwarten Reformen, die sich positiv auf ihr Leben auswirken, die Wirtschaftswachstum schaffen, die Sozialsysteme stärken und dafür sorgen, dass der Staat wieder besser funktioniert“, betonte Geyer. (st)

Der Bundesvorsitzende des Beamtenbundes und Tarifunion, Volker Geyer: Bundesregierung muss sinkendes Vertrauen bekämpfen. Foto: picture alliance/dpa | Michael Bahlo
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