KÖLN. Ein Berater der Linkspartei hat im Internet Verschwörungstheorien zum Anschlag auf den CSD in Berlin verbreitet. Dara Marc Sasmaz, der sich im Internet „Der radikale Demokrat“ nennt und laut Medienberichten in Köln für die Partei arbeitet, veröffentlichte am Sonntag auf TikTok ein Video, in dem er behauptete, die AfD stecke hinter islamistischen Anschlägen in Deutschland. Am Montagmorgen hatte das Video fast 5.000 Likes.
Er wisse mittlerweile „einiges mehr über diese Anschläge und wer eigentlich dahinter steckt“, behauptete Sasmaz. Neben der Tatsache, dass der Angriff „ganz zufällig drei Monate vor den Landtagswahlen in Berlin“ stattfinde, sehe er eine angebliche Nähe der AfD zu Russland als Beweis für diese These.
Laut Medienberichten rekrutiere Russland in Europa sogenannte Wegwerf-Agenten für Sabotageakte. Laut Sasmaz soll auch der Anschlag auf das Berliner Stromnetz vom Jahresbeginn (JF berichtete) auf solche Agenten zurückzuführen sein. Als angeblichen Beweis dafür führte der Linken-Berater die Behauptung an, das Bekennerschreiben der Gruppe sei aus dem Russischen übersetzt – eine These, die die Polizei bereits im Januar zurückwies. Auch die Tatsache, dass die AfD im Vorfeld Anfragen zur Sicherheit des Berliner Stromnetzes gestellt hatte, sei laut Sasmaz kein Zufall.
Linken-Berater: „Praktisch sämtliche AfD-Politiker sind Handlanger Putins“
„Und das Ziel ist natürlich, dass wir dann alle wütend werden auf die Demokratie und dann alle eine rechtsextreme Partei wählen, die dann natürlich unter der Kontrolle von Putin stehen muss.“ Praktisch „sämtliche Politiker der AfD“ seien „Handlanger von Putin“, führte der Linken-Berater aus.
Ich glaub’s nicht 🤣😂
Dara hat es getan. Putin war’s 🥳 pic.twitter.com/LHCt0WKMYr
— MT aus HB | AG Enbys in der AfD (@mtaushb) July 26, 2026
Doch auch andere Menschen würden vom russischen Geheimdienst rekrutiert werden, behauptete Sasmaz. So seien im vergangenen Jahr „vier russische Agenten dabei erwischt“ worden, als sie Spenden für die islamistische Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) sammelten.
Tatsächlich standen im Mai 2025 vier russische Staatsbürger in Deutschland vor Gericht, weil sie Gelder für den IS angehäuft hatten. Informationen darüber, dass es sich dabei um russische Agenten handelte, gibt es jedoch keine. Laut Medienberichten waren die vier Angeklagten tschetschenische Islamisten.
Sasmaz wiederholt Verschwörungstheorie zu Mannheim
Mit diesen Geldern würde der russische Geheimdienst anschliessend Islamisten bezahlen, damit diese in Deutschland Anschläge begehen. So sei der Anschlag auf Michael Stürzenberger in Mannheim vom Mai 2024 mutmasslich aus Russland gesteuert gewesen, da es bereits vor dem Angriff russischsprachige Suchanfragen auf Google dazu gegeben habe (Lesen Sie hier ein JF-Stück, das diese Verschwörungstheorie widerlegt).
„Und da muss euch immer klar sein, dass die AfD und islamische Rechtsextremisten wie zum Beispiel die Taliban oder die Regierung des Irans oder die Hamas ein Team sind.“ Die AfD würde sich nicht einmal die Mühe geben, das zu verstecken. So seien schliesslich auch schon AfD-Politiker nach Afghanistan gereist.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Sasmaz für Empörung gesorgt, als er sich über die Hinterbliebenen eines migrantischen Messerangriffs lustig gemacht hatte. In einem Video kommentierte er damals die ARD-Dokureihe „Klar“ (JF berichtete) und spottete über den Vater der 2023 ermordeten Ann-Marie Kyrath (JF berichtete). (lb)






