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Die gute Nachricht des Tages: Darum gibt es jetzt so viele Störche wie noch nie

Die gute Nachricht des Tages: Darum gibt es jetzt so viele Störche wie noch nie

Die gute Nachricht des Tages: Darum gibt es jetzt so viele Störche wie noch nie

Schon kurz nach der Aufzucht der Jungstörche machen sich die Tiere auf den Weg in den Süden.
Schon kurz nach der Aufzucht der Jungstörche machen sich die Tiere auf den Weg in den Süden.
Schon kurz nach der Aufzucht der Jungstörche machen sich die Tiere auf den Weg in den Süden. Foto: picture alliance/dpa | Patrick Pleul
Die gute Nachricht des Tages
 

Darum gibt es jetzt so viele Störche wie noch nie

In Deutschland brüten derzeit fünfmal mehr Weißstörche als noch in den 1980er Jahren. Der neue Rekord hat mehrere Gründe – auch eine Verhaltensänderung der Tiere.
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BERLIN. Mit 15.000 Brutpaaren gibt es in Deutschland aktuell so viele Weißstörche wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Das hat der Naturschutzbund (Nabu) mitgeteilt. „Selbst vor 100 Jahren gab es nicht so viele Störche“, sagte Bernd Petri von der Nabu-Bundesarbeitsgruppe Weißstorch.

Der Bestand hat sich überraschend deutlich erholt. In den 1980er Jahren gab es in den beiden deutschen Staaten weniger als 3.000 Brutpaare. Die Zahl hat sich seitdem mehr als verfünffacht. Denn die Lebensräume für die Vögel haben sich deutlich verbessert.

Litten sie damals noch unter Nahrungsmangel durch eine intensivierte Landwirtschaft und die Trockenlegung von Mooren, haben, so der Nabu, gezielte Naturschutzmaßnahmen wie die Wiedervernässung von Mooren und Grünlandbewirtschaftung zur radikalen Trendumkehr geführt.

West-Störche fliegen nur bis Spanien

Auch die Tiere selbst tragen dazu bei. Denn, so der Nabu, sie gehen nicht mehr alle die Gefahren auf den langen Zugwegen ein. Immer mehr Störche haben ihren Zug nach Süden im Herbst stark verkürzt – und ihre Überlebensrate so erhöht. Allerdings betrifft das vorwiegend die im Westen Deutschlands lebenden Tiere. Sie fliegen „nur noch bis Spanien“, erklärte Petri.

Es gebe eine „Zugscheide“ in Deutschland. Östlich davon fliegen die Störche im Winter wie zu allen Zeiten über den Balkan und den Nahen Osten nach Afrika. Westlich der Zugscheide dagegen geht es nur noch auf die Iberische Halbinsel. Dort finden sie „auf Reisfeldern und Mülldeponien“ reichlich Nahrung, so Petri: „Den Flug via Gibraltar nach Nord- und Westafrika sparen sie sich.“

Die verkürzte Zugstrecke sei ein großer Vorteil: „Die Überlebensrate steigt, die Westzieher kommen früh und fit zurück.“ Der Nabu-Experte erklärt den Wandel der Population: „Vor 30 Jahren waren drei Viertel unserer Störche Ostzieher, heute ist das Verhältnis umgekehrt: Drei Viertel ziehen nach Westen. Der Schwerpunkt der Storchenvorkommen hat sich grob gesagt von der Elbe an den Rhein verlagert.“

Tiere bereiten sich jetzt auf Reise vor

Die Vögel brüteten zwar in allen 16 Bundesländern. Aber: „Waren lange Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg die storchenreichsten Regionen, sind es heute Niedersachsen und Baden-Württemberg. Die größte Storchendichte hat Hessen.“

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Dennoch bleiben Gefahren – und das liegt vor allem an der Ungeschicklichkeit der Jungstörche, die jetzt den Horst verlassen. Sie könnten zwar schon gut fliegen, „das sichere Landen müssen sie noch üben“. Deshalb komme es derzeit vermehrt zu Unfällen: „Auch die erfolgreiche Jagd nach Würmern, Heuschrecken, Fröschen und Mäusen will gelernt sein.“ Petri sagt daher: „Wenn von den Jungstörchen, die jetzt das Nest verlassen, im nächsten Frühjahr jeder Vierte heil aus dem Süden zurückkommt, ist das schon viel.“

Die Tiere sammeln sich derzeit auf vielen Wiesen und Stoppeläckern für ihre Reise in den Süden. Schon in den ersten Augusttagen beginnt der Abflug. Zunächst machten sich die Jungen auf den Weg, teilt der Nabu mit: „Die Storcheneltern sind noch von der anstrengenden Aufzucht gezeichnet, oft wiegen die Altstörche weniger als ihr Nachwuchs. Sie futtern sich jetzt erst mal wieder Reserven an und starten später nach Süden.“ (fh)

Schon kurz nach der Aufzucht der Jungstörche machen sich die Tiere auf den Weg in den Süden. Foto: picture alliance/dpa | Patrick Pleul
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