ANKARA. US-Präsident Donald Trump hat nach der Fortsetzung der Kriegshandlungen im Iran (JF berichtete) einen vollständigen Handelsstop mit Spanien verordnet. „Ich will mit Spanien nichts zu tun haben“, sagte er während des Nato-Gipfels in Ankara am Mittwoch. Das Land sei ein „schrecklicher Partner“ im Bündnis, der sich dort weder einbringe noch dafür zahle. „Es ist ein hoffnungsloser Fall.“
.@POTUS: „Spain is a wasted cause. We don’t want to do any trade business with Spain anymore by the way… Spain is a terrible partner in NATO. They don’t participate, they don’t pay. I don’t want anything to do with Spain.“ pic.twitter.com/3prqux6p54
— Rapid Response 47 (@RapidResponse47) July 8, 2026
Zudem äußerte sich Trump zum Ende der Waffenruhe mit dem Iran. „Ich will sie nicht länger dulden. Sie sind Abschaum“, betonte er mit Blick auf die Führung in Teheran. Sie bestünde aus „Lügnern“, „Betrügern“ und „kranken Menschen“. Es sei „Zeitverschwendung“, mit ihnen weiter zu reden. „Wir haben diese gefährlichen Menschen in der vergangenen Nacht sehr kraftvoll angegriffen.“ Seinen Bündnispartnern warf der US-Präsident vor, im Krieg gegen den Iran nicht geholfen zu haben. „Ich bin sehr verärgert über die Nato.“
Spanien kritisierte von Beginn an den Irankrieg
Vergangene Nacht hatten US-Truppen rund 80 Luftangriffe auf den Iran ausgeführt. Nach eigenen Angaben reagierte Washington damit auf iranische Attacken gegen drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus. Das US-Militär habe demnach Luftabwehrssysteme, Schiffsabwehrraketen sowie mehr als 60 Boote der Revolutionsgarden getroffen. Der Angriff erfolgte wenige Stunden vor der geplanten Beerdigung des im Februar getöteten iranischen Diktators, Ajatollah Ali Chamenei.
Spanien hatte von Beginn an den Irankrieg kritisiert. Die sozialistische Regierung des Ministerpräsidenten Pedro Sánchez verbot den US-Truppen, ihre Stützpunkte auf der Iberischen Halbinsel für die Angriffe zu beanspruchen. Zudem will sie die Verteidigungsausgaben entgegen Trumps Forderungen nicht auf fünf Prozent des Bruttoinlandsproduktes erhöhen, sondern sie weiter bei zwei Prozent belassen. Zu den weiteren Streitpunkten gehören die propalästinensische Haltung Madrids sowie die Verurteilung des US-Militäreinsatzes in Venezuela.
Da die EU für sämtliche Außenhandelsangelegenheiten ihrer Mitgliedsstaaten zuständig ist, gilt ein Handelsstop gegen Spanien als nicht umsetzbar. (kuk)






