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„Überreaktionen“: Wadephul geißelt Migrationskritiker beim Brasilien-Besuch

„Überreaktionen“: Wadephul geißelt Migrationskritiker beim Brasilien-Besuch

„Überreaktionen“: Wadephul geißelt Migrationskritiker beim Brasilien-Besuch

Außenminister Johann Wadephul (CDU): „Deutschland braucht dringend Fachkräfte – und die Offenheit, sie in unserem Land willkommen zu heißen.“ (Themenbild)
Außenminister Johann Wadephul (CDU): „Deutschland braucht dringend Fachkräfte – und die Offenheit, sie in unserem Land willkommen zu heißen.“ (Themenbild)
Außenminister Johann Wadephul (CDU): „Deutschland braucht dringend Fachkräfte – und die Offenheit, sie in unserem Land willkommen zu heißen.“ Foto: picture alliance / AA/photothek.de | Felix Zahn
„Überreaktionen“
 

Wadephul geißelt Migrationskritiker beim Brasilien-Besuch

Deutschland braucht dringend Fachkräfte, Migrationskritiker müssen das noch lernen: Mit Parolen wie diesen wirbt Deutschlands Außenminister Johann Wadephul für Einwanderung aus Brasilien.
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BERLIN. Deutschlands Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat bei seinem Besuch in Brasilien die Reaktionen der Bürger auf die Einwanderungspolitik der Regierung kritisiert. Demnach gebe es „viele Überreaktionen von Deutschen, die auch problematisch sind und die unnötig sind“, sagte er am Donnerstag. Das Land sei in einem „Lernprozess“ darüber, wer zu Deutschland gehöre oder wer den Pass erhalten könne.

Anlass war eine Visite im Goethe-Institut São Paulo, wo Wadephul um brasilianische Fachkräfte warb. Der für „Spracharbeit Südamerika“ zuständige Leiter, Jörg Klinner, sprach dabei über Ängste der Schüler vor Ausländerfeindlichkeit in Deutschland. Der deutsche Außenminister betonte, dass jeder, der sich in die Gesellschaft integrieren, zu ihr beitragen und deren Regeln akzeptieren wolle, „ein Teil des Ganzen“ sein solle. Einige wollten dies zwar „politisch anders“ erzählen, jedoch werde man jenen Menschen „sehr deutlich widersprechen“.

Wadephul: „Deutschland braucht dringend Fachkräfte“

In Brasilien gibt es insgesamt vier Standorte des Goethe-Instituts, in denen jährlich etwa 4.000 Menschen Deutschkurse belegen. 2024 hatten 10.400 Sprachschüler dort ihre Prüfungen abgelegt. Hinzu kommen 500 Auszubildende und Fachkräfte, die nach Angaben des Instituts auf den deutschen Arbeitsmarkt vorbereitet werden. Dazu kommen vier Auslandsschulen mit insgesamt 8.000 Schülern. 80 Prozent der dortigen Abiturienten studieren anschließend in der Bundesrepublik. Wadephul betonte, Goethe-Institute und Auslandsschulen seien ein Schlüssel zur Integration. „Deutschland braucht dringend Fachkräfte – und die Offenheit, sie in unserem Land willkommen zu heißen.“

Noch unter der vorherigen Ampel-Bundesregierung hatte Deutschland eine Vermittlungsabsprache mit Brasilien vereinbart, um Pfleger anzuwerben. Allerdings ist sie Ende 2023 außer Kraft gesetzt worden (JF berichtete). Grund für das Scheitern war unter anderem, dass die deutsche Seite entgegen den Absprachen ungünstige Bedingungen für die brasilianischen Pfleger geschaffen haben soll. Zudem sollten Abschlüsse einiger Fachkräfte nicht anerkannt worden sein, wodurch diese nur als Hilfskräfte eingesetzt werden konnten. (kuk)

Außenminister Johann Wadephul (CDU): „Deutschland braucht dringend Fachkräfte – und die Offenheit, sie in unserem Land willkommen zu heißen.“ Foto: picture alliance / AA/photothek.de | Felix Zahn
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