MAGDEBURG. Linksextremisten haben auf der Plattform Indymedia mit einem Sturm auf den Landtag in Sachsen-Anhalt gedroht, sollte die AfD als Sieger aus der Landtagswahl am 6. September hervorgehen. In dem anonymen Schreiben ist von einer „voraussichtlichen faschistischen Machtübernahme in Deutschland“ die Rede.
Für diesen Fall kündigen die Verfasser an: „Wir werden mit einer großen Schar von Antifas aus ganz Deutschland den Magdeburger Landtag stürmen.“
Die Drohung richtet sich auf einen möglichen Wahlsieg der AfD mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund. In einer aktuellen Insa-Umfrage kam die Partei in Sachsen-Anhalt auf 42 Prozent. Die CDU lag mit 24 Prozent deutlich dahinter. Die SPD wäre demnach mit vier Prozent nicht mehr sicher im Landtag.

Gewaltbereite Antifa will AfD-Parteitag stören
Auch für den AfD-Bundesparteitag am 4. und 5. Juli in Erfurt kündigen die anonymen Verfasser Aktionen an. „Tag X in Erfurt naht“, heißt es in dem Schreiben. Dort solle es die „größte Mobilisierung in der Geschichte der antifaschistischen Bewegung“ geben (die JF berichtete).
Die Verfasser behaupten, beim G-7-Protest in Genf linke Gruppen aus Italien, Frankreich und der Schweiz nach Erfurt eingeladen zu haben. Diese sollten die deutschen Gruppen „mit ihrer Erfahrung in europäischen Kämpfen unterstützen“. Besonders brisant sind Ankündigungen zu möglichen Aktionen auf Gebäuden. In Erfurt sollten dem Schreiben zufolge erstmals Dächer besetzt werden, „die auf der Anfahrtsroute der AfD-Faschisten liegen“. Diese Dächer wolle man „militant verteidigen“ und von dort aus „Angriffe ausführen“. Was damit genau gemeint ist, bleibt offen.
Die Verfasser rufen Teilnehmer zudem dazu auf, auf einschlägige Infokanäle zu achten. So solle verhindert werden, dass sich die Polizei auf „Überraschungsaktionen“ vorbereiten könne. Die Sicherheitsbehörden rechnen rund um den AfD-Parteitag in Erfurt mit einer angespannten Lage. Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) sprach von bis zu 50.000 Gegendemonstranten. Darunter würden sich nach seiner Einschätzung auch gewaltbereite Teilnehmer befinden. (rr)





