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Hessen: Ausländer jagen Schwule – CSD bemängelt migrationsfeindliche „Stimmungsmache“

Hessen: Ausländer jagen Schwule – CSD bemängelt migrationsfeindliche „Stimmungsmache“

Hessen: Ausländer jagen Schwule – CSD bemängelt migrationsfeindliche „Stimmungsmache“

Zwei Polizisten und ein Streifenwagen in Hessen (Symbolbild): Sieben Bandenübergriffe auf Schwule beschäftigen derzeit die Ermittler. (Themenbild)
Zwei Polizisten und ein Streifenwagen in Hessen (Symbolbild): Sieben Bandenübergriffe auf Schwule beschäftigen derzeit die Ermittler. (Themenbild)
Zwei Polizisten und ein Streifenwagen in Hessen (Symbolbild): Sieben Bandenübergriffe auf Schwule beschäftigen derzeit die Ermittler. Foto: picture alliance/dpa | Arne Dedert
Hessen
 

Ausländer jagen Schwule – CSD bemängelt migrationsfeindliche „Stimmungsmache“

Erst laden sie Schwule auf ein Date ein, dann prügeln sie sie krankenhausreif: In Offenbach ermittelt die Polizei wegen mehrerer migrantische Überfälle auf Homosexuelle. Die mutmaßlichen Täter sollen über ein „streng moslemisches Weltbild“ verfügen.
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OFFENBACH AM MAIN. Die Polizei in Offenbach hat Ermittlungen in mehreren Fällen von Überfällen auf Schwule aufgenommen, von denen mindestens fünf mutmaßlich von Migrantenbanden begangen worden waren. Opferberichten zufolge handele es sich um junge Männer zwischen 15 und 20 Jahren, die einem „arabischen oder südländischen Phänotyp“ entsprächen, berichtet die Offenbach-Post unter Berufung auf das Polizeipräsidium. Man sehe dort einen Zusammenhang zwischen dem „offensichtlichen“ Hass auf Schwule und einem streng moslemischen Weltbild der Täter.

Seit vergangenem Jahr kam es in der südhessischen Stadt zu insgesamt sieben solchen Angriffen. Der Zeitung zufolge kontaktieren Bandenmitglieder die Opfer über eine Dating-App und vereinbaren ein Treffen mit ihnen. Dort prügeln die Täter auf die schwulen Männer ein. Laut der Polizei sollen auch ein „harter Gegenstand“ und eine Pfefferpistole zum Einsatz gekommen sein. In einem Fall musste ein Opfer vor Ort rettungsmedizinisch versorgt werden.

Nichtdeutsche bei Angriffen auf Schwule überrepräsentiert

Der CSD Offenbach mahnte hingegen nach dem Bekanntwerden der Vorfälle, das Problem lasse sich nicht mit der Herkunft der Täter erklären. „Es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und muss auch so angegangen werden“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Mars Weikert, laut dem Portal queer.de. „Die Herkunft der Täter spielt eine untergeordnete Rolle. Das zeigen auch die Statistiken der Polizei. Eine einseitige Darstellung dient nur der Stimmungsmache.“

Bereits im vergangenen Jahr hatte eine Antwort auf eine schriftliche Frage des AfD-Abgeordneten Martin Reichardt ergeben, dass Nichtdeutsche überdurchschnittlich häufig an Angriffen auf Nicht-Heterosexuelle beteiligt sind (JF berichtete exklusiv). 2024 waren insgesamt 60 von 173 Verdächtigen ohne deutschen Pass, was einem Anteil von 34,7 Prozent entspricht. Die meisten Täter kamen aus Afghanistan, der Türkei, Syrien und dem Irak.

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Vor der Bundestagswahl 2025 hatte eine Umfrage unter den Nutzern der Datingplattform „Romeo“ ergeben, dass die meisten Schwulen der AfD ihre Stimme geben wollten (JF berichtete). Mit 27,9 Prozent lag die Partei vor den Grünen (19,9 Prozent) und der Union (17,6 Prozent). Mit über 1,3 Millionen Nutzern europaweit ist „Romeo“ die größte Plattform auf dem Kontinent für homosexuelle Männer. (kuk)

Zwei Polizisten und ein Streifenwagen in Hessen (Symbolbild): Sieben Bandenübergriffe auf Schwule beschäftigen derzeit die Ermittler. Foto: picture alliance/dpa | Arne Dedert
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