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Halle: Migranten nach mutmaßlichem sexuellem Übergriff wieder frei

Halle: Migranten nach mutmaßlichem sexuellem Übergriff wieder frei

Halle: Migranten nach mutmaßlichem sexuellem Übergriff wieder frei

Das Landeswappen von Sachsen-Anhalt auf einer Polizeiuniform Foto: (c) dpa
Das Landeswappen von Sachsen-Anhalt auf einer Polizeiuniform Foto: (c) dpa
Das Landeswappen von Sachsen-Anhalt auf einer Polizeiuniform. In Halle sind jugendliche Migranten nach einem mutmaßlichen sexuellen Übergriff wieder frei. Foto: (c) dpa
Halle
 

Migranten nach mutmaßlichem sexuellem Übergriff wieder frei

Nach dem mutmaßlichen sexuellen Übergriff auf vier Mädchen in Halle stellt die Staatsanwaltschaft keinen Haftantrag. Zwei Mädchen müssen ins Krankenhaus, doch die beschuldigten Migranten bleiben auf freiem Fuß. Zeugen säen Zweifel an der Darstellung der Staatsanwaltschaft.
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HALLE. Nach dem mutmaßlichen schweren Übergriff auf vier Mädchen in Halle bleiben die vier tatverdächtigen Jugendlichen auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft verzichtet nach aktuellem Ermittlungsstand auf Haftanträge. Oberstaatsanwalt Dennis Cernota sagte, man gehe inzwischen davon aus, dass es sich um ein „freiwilliges Zusammentreffen“ der Beteiligten gehandelt habe.

Haftgründe wie Flucht-, Verdunkelungs- oder Wiederholungsgefahr lägen nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht vor. Zudem hätten die Beschuldigten einen festen Wohnsitz.

Die Beteiligten hätten sich zum Teil bereits vor dem Abend gekannt, in einem Fall seien sie miteinander verwandt. Der Fall war am Wochenende bekanntgeworden. Zunächst hatte die Polizei vier Jugendliche im Alter zwischen 13 und 16 Jahren, allesamt mit Migrationshintergrund vorläufig festgenommen (die JF berichtete).

Ihnen wurde vorgeworfen, vier Mädchen in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus im Süden der Stadt schwer missbraucht zu haben. Die Tatverdächtigen stammen nach Angaben des MDR aus Mali und Portugal. Der 13 Jahre alte Beschuldigte ist in Deutschland noch nicht strafmündig.

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Mädchen sollen selbst Alkohol für Migranten beschafft haben

Zwei der Mädchen mussten nach dem Vorfall im Krankenhaus behandelt werden, zwei weitere wurden ambulant versorgt. Die Ermittler prüfen weiterhin, ob Alkohol oder bewusstseinsverändernde Substanzen eine Rolle spielten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erschweren Erinnerungslücken der Mädchen die Aufklärung.

Zugleich werfen Zeugenberichte Zweifel an der Darstellung auf, es habe sich um ein freiwilliges Geschehen gehandelt. Nach Berichten von Focus und Bild soll eine Anwohnerin ein Mädchen angetroffen haben, das nur teilweise bekleidet aus dem Haus lief und bereits die Polizei am Telefon gehabt habe. In der Wohnung habe sie demnach ein weiteres Mädchen am Boden liegend gefunden.

Augenzeugen sahen halbnackten Jugendlichen flüchten

Ein weiterer Bewohner schilderte den Medien zufolge, aus der Wohnung seien zuvor laute Geräusche und Rufe zu hören gewesen. Später seien mehrere Jugendliche aus dem Haus geflohen. Einer der jungen Männer soll dabei teilweise entkleidet gewesen sein. Der Zeuge berichtete außerdem von sichtbaren Verletzungen bei einer der Betroffenen.

Die Staatsanwaltschaft betont dagegen, die Initiative für das Treffen sei nach jetzigem Stand von den Geschädigten selbst ausgegangen. Auch der Alkohol sei demnach von ihnen besorgt worden. Im Verlauf des Abends sei es zu sexuellen Handlungen gekommen, die genauen Umstände seien aber Gegenstand der laufenden Ermittlungen. (rr)

Das Landeswappen von Sachsen-Anhalt auf einer Polizeiuniform. In Halle sind jugendliche Migranten nach einem mutmaßlichen sexuellen Übergriff wieder frei. Foto: (c) dpa
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