KOBLENZ. Die Polizei ermittelt im Fall eines Afghanen, dem der sexuelle Missbrauch eines elfjährigen Mädchens vorgeworfen wird. Zusammen mit einem weiteren Täter soll der 20jährige Nassar S. Ende April in eine Förderschule in Koblenz-Lützel eingedrungen sein und die Geschädigte bis zur Toilette verfolgt haben, berichtete die Bild-Zeitung am Samstag. Nach Angaben des Anwalts der Familie, Bilal Colak, habe einer der beiden Beschuldigten das Mädchen mit einem Messer bedroht.
Dem Blatt zufolge habe sich die Elfjährige erst Tage nach der Tat ihrer Schwester anvertraut. Anschließend soll eine Gruppe von Jugendlichen den Wohnort des Afghanen gefunden und umstellt haben, bis die Polizei kam und ihn festnahm. Daraufhin folgte die Festnahme, seit Anfang Mai sitzt S. in Untersuchungshaft. Nach dem zweiten mutmaßlichen Täter wird weiter gefahndet.
Der beschuldigte Afghane war polizeibekannt
Laut der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier richtete die Schule ein Krisenteam mit Sozialarbeitern und Vertretern der Polizei ein. Zudem seien bauliche Maßnahmen an den Eingangstüren vorgenommen und die Pausenaufsicht verstärkt worden.

Laut der Bild sagten mehrere Eltern, dass Nassar S. und sein mutmaßlicher Mittäter im Stadtteil Lützel als Unruhestifter bekannt seien. Demnach sollen sie „gezielt“ junge Mädchen ansprechen. Nach Angaben der Oberstaatsanwaltschaft Koblenz liegt zudem eine weitere Strafanzeige gegen den Afghanen wegen eines mutmaßlichen Sexualdelikts. Bereits zuvor sei der arbeitslose 20jährige wegen des unerlaubten Besitzes einer Schreckschusswaffe zu einer Geldstrafe verurteilt worden, berichtet SWR. (kuk)





