BERLIN. Die Abschiebung von 25 Afghanen, die am 28. April in ihr Heimatland ausgeflogen wurden, kostete den Steuerzahler mindestens 335.000 Euro. Das teilte die Bundesregierung dem AfD-Abgeordneten Rainer Galla auf eine Frage hin mit.
Abgeschoben worden waren in jener Nacht vollziehbar ausreisepflichtige Männer, die in Deutschland straffällig geworden sind – unter anderem wegen Totschlag, Vergewaltigung, schwerer Körperverletzung und Drogendelikten.
Die Planungsdauer der Bundesbehörden habe „zwischen fünf und sechs Wochen“ gelegen, gab die Regierung außerdem bekannt. Zwölf Bundesländer seien an der Maßnahme beteiligt gewesen.
Nur das Abschiebeflugzeug kostet 335.000 Euro
Weiter heißt es: „Die Kosten der Maßnahme können noch nicht abschließend beziffert werden. Die Kosten für das Luftfahrzeug lagen bei ca. 335.000 Euro.“
An der Abschiebung seien 71 Bundespolizisten sowie zwei Ärzte und zwei Dolmetscher gewesen. 25 Personen flogen schließlich mit nach Kabul. Im Flugzeug habe es somit keine „ungenutzten Plätze“ gegeben.

Auf dem Rückflug habe man keine Afghanen eingeflogen, die in Pakistan auf ihre Ausreise nach Deutschland warten und über entsprechende Zusagen der Bundesregierung verfügen: „Sofern noch Personen aus den Aufnahmeverfahren aus Afghanistan einreisen, erfolgt dies nach einem mehrstufigen Prüfprozess in Pakistan.“ Auch danach hatte Galla gefragt.
Aus organisatorischen Gründen werden solche Einreisen (die JF berichtete) laut der Antwort der Bundesregierung „derzeit mittels Linienflügen aus Pakistan umgesetzt“. Daher seien keine weiteren Personen auf dem Rückflug aus Afghanistan mitgenommen worden, „die nicht bereits den Hinflug begleiteten“. (fh)





