BERLIN. In Berlin ist die Zahl der Sexualdelikte 2025 um 15,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Waren es 2024 noch 7.475 erfasse Fälle, stieg diese Zahl auf 8.652, wie aus der polizeilichen Kriminalstatistik der Hauptstadt hervorgeht, die am Mittwoch von Innensenatorin Iris Spranger (SPD) vorgestellt wurde. Von den 8.652 Fällen wurden 5.958 aufgeklärt, hier lag der Ausländeranteil unter den Tatverdächtigen bei 36,9 Prozent. In diesem Jahr hatte die Stadt einen Ausländeranteil von 22,5 Prozent.
Tötungsdelikte stiegen im selben Zeitraum in Berlin von 117 auf 165 Fälle – ein Anstieg von 41 Prozent. Hier ist allerdings zu beachten, dass 79 dieser Fälle 2025 Teil einer Mordserie waren, bei der ein Palliativmediziner im Dienst schwerkranke Patienten getötet haben soll. Insgesamt wurden in Berlin bei Mord und Totschlag im vergangenen Jahr 89 tatverdächtige Personen ermittelt, von denen 54 keine deutschen Staatsbürger sind – ein Anteil von 60,7 Prozent.
Auch bei Schusswaffendelikten – inklusive Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen – stiegen die Zahlen deutlich. Gab es 2024 in der Hauptstadt 666 solcher Straftaten, waren es im vergangenen Jahr 1.119 Fälle, was einer Steigerung von 68 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Insgesamt wurden 553 Personen ermittelt, die im Verdacht stehen, mit einer Schusswaffe gedroht oder geschossen zu haben. Unter ihnen waren 39,6 Prozent Ausländer.
Mehr Messerangriffe, etwas weniger Raubdelikte
Straftaten im Bereich der Messerangriffe, wozu die Berliner Polizei auch Bedrohungen zählt, stiegen zwischen 2024 und 2025 leicht an – um 5,5 Prozent von 3.412 auf 3.599 Fälle. Von den 1.906 Tatverdächtigen hatten 56,4 Prozent keinen deutschen Pass.
Raubdelikte hingegen sanken im selben Zeitraum leicht: waren es 2024 noch 5.121 Fälle, registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 4.823 Delikte, was einem Minus von 5,8 Prozent entspricht. Mehr als die Hälfte der Tatverdächtigen im Jahr 2025 waren Ausländer (55 Prozent).
Auch Körperverletzungen waren in der Hauptstadt 2025 leicht rückläufig. 2025 registrierte die Polizei insgesamt 49.830 Fälle, im Vorjahr waren es noch 50.638 Delikte – ein Rückgang um 1,6 Prozent. Der Anteil der tatverdächtigen Nichtdeutschen lag hier bei 44,1 Prozent.
Straftaten gegen Polizisten sinken, bleiben im Zehn-Jahres-Vergleich aber hoch
Insgesamt 9.819 Polizisten wurden 2025 im Dienst Opfer einer Straftat. Gegenüber 2024 ist das zwar ein Rückgang von 7,2 Prozent – damals waren es 10.584 Polizisten – jedoch ist das der zweithöchste Wert seit 2016. Zum Vergleich: 2016 wurden 6.354 Polizeibeamte im Dienst Opfer einer Straftat.
Auch die Zahl von Gewalttaten gegen Feuerwehr- und andere Rettungskräfte im Dienst sank 2025 ebenfalls. Im vergangenen Jahr wurden 273 Einsatzkräfte Opfer einer Gewalttat, 2024 waren es 326 – also 16,3 Prozent mehr.
Diebstähle sind leicht rückläufig
Wohnungseinbrüche nahmen hingegen deutlich zu. 2024 registrierte die Berliner Polizei 8.529 Fälle, im vergangenen Jahr waren es 10.618, was einer Zunahme von 24,5 Prozent entspricht. Unter den Tatverdächtigen 2025 in diesem Deliktbereich waren 75 Prozent Nichtdeutsche. Mehr als die Hälfte der Tatverdächtigen (56,8 Prozent) hatte im vergangenen Jahr keinen Wohnsitz in Deutschland.
Diebstahldelikte gingen leicht zurück. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei 203.061 Fälle, 2024 waren es 223.586 Delikte – das ist ein Minus von 9,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Addiert man alle Straftaten in Berlin zusammen, ist die Hauptstadt 2025 etwas sicherer geworden. Im vergangenen Jahr kam es zu 502.743 Straftaten, 2024 waren es 539.049 – eine Abnahme von 6,7 Prozent. Nichtdeutsche Tatverdächtige machten im vergangenen Jahr 43,3 Prozent aus.
Berlins Innensenatorin lobt ihre Arbeit, AfD widerspricht entschieden
Berlins Innensenatorin Spranger lobte mit Blick auf die neuen Zahlen die Arbeit der Polizei – vor allem in den drei Messerverbotszonen am Kottbusser Tor und im Görlitzer Park im Stadtteil Kreuzberg und am Leopoldplatz im Bezirk Wedding seien die Messerangriffe „zwischen 25 und 45 Prozent“ gesunken. „Gleichzeitig werden wir uns auf diesen Zahlen nicht ausruhen“, versprach Spranger. Es sei wichtig, dass sich alle Berliner und Besucher „im Alltag, in ihren Kiezen und im öffentlichen Raum sicher fühlen“.
Der innenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Berliner Senat, Thorsten Weiß, widersprach dieser Darstellung entschieden. Vor allem die Überrepräsentation Ausländern in der Statistik sei „kein Zufall, sondern das Ergebnis einer jahrelangen unkontrollierten Migrationspolitik, die der Senat bis heute nicht korrigiert“. Die Hauptstadt brauche „keine Pressekonferenzen, auf denen Versagen als Erfolg verkauft wird. Berlin braucht konsequente Abschiebungen, echten Grenzschutz und vor allem eine Polizei, die nicht mit dem Ausfüllen von Statistikformularen und der Verfolgung von Meinungsäußerungen, sondern mit der Bekämpfung von echter Kriminalität beschäftigt ist“, forderte Weiß. (st)






