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Ukraine-Krieg: Angriff auf Putins Residenz? Ukraine und USA widersprechen

Ukraine-Krieg: Angriff auf Putins Residenz? Ukraine und USA widersprechen

Ukraine-Krieg: Angriff auf Putins Residenz? Ukraine und USA widersprechen

Ein Mann steht vor einem brennenden Gebäude, es handelt sich um ein Bild aus dem Ukraine-Krieg
Ein Mann steht vor einem brennenden Gebäude, es handelt sich um ein Bild aus dem Ukraine-Krieg
Ein Gebäude in Donetsk steht nach eine, Drohnenangriff in Flammen (Archivbild). Foto: IMAGO / ITAR-TASS
Ukraine-Krieg
 

Angriff auf Putins Residenz? Ukraine und USA widersprechen

Widersprüchliche Darstellungen aus Moskau, Kiew und Washington, Drohnenangriffe auf beide Länder – und dennoch hofft Selenskyj auf Frieden. Genau der könnte nun weit entfernt sein.
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KIEW/WASHINGTON/MOSKAU. Berichte über einen mutmaßlichen Drohnenangriff in der Nähe einer Residenz von Rußlands Präsident Wladimir Putin haben Zweifel an den laufenden Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg verstärkt. Zuvor hatte Moskau der Ukraine vorgeworfen, zivile Ziele in der russischen Stadt Waldai attackiert zu haben ‒ inklusive Putins Aufenthaltsort, wie verschiedene Medien berichten.

Kiew wies die Darstellung zurück. Auch der US-Geheimdienst Central Intelligence Agency (CIA) erklärte, ein Angriff auf Putins Aufenthaltsort habe nicht stattgefunden. Die Ukraine habe ausschließlich militärische Ziele angegriffen.

Zuvor hatte Putin nach Angaben aus US-Kreisen in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump von einem Angriff auf seinen Aufenthaltsort gesprochen. Trump zeigte sich demnach zunächst verärgert über Kiew ‒ bis die Ukraine die Vorwürfe zurückwies.

Rußland wirft Ukraine Angriff auf ziviles Hotel vor

Vor dem Hintergrund von US-vermittelten Gesprächen über ein mögliches Kriegsende werden die unterschiedlichen Darstellungen als Belastung für die Friedensinitiative gewertet. Aus Kiew hieß es, man unterstütze die diplomatischen Bemühungen der US-Regierung grundsätzlich. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte in seiner Neujahrsansprache, ein Friedensabkommen sei „zu 90 Prozent fertig“. Die verbleibenden zehn Prozent seien „die zehn Prozent, die das Schicksal des Friedens, das Schicksal der Ukraine und Europas bestimmen werden“.

In der Neujahrsnacht hatten beide Seiten das jeweilige Nachbarland mit Drohnenangriffen überzogen. Die Ukraine attackierte Ölanlagen in Rußland. Russische Telegram-Kanäle berichteten von Treffern auf ein Tanklager im Gebiet Kaluga sowie erneut auf die Raffinerie von Ilski in Südrußland.

Das russische Verteidigungsministerium teilte zudem mit, in der Nacht seien 168 ukrainische Kampfdrohnen abgeschossen worden. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtete mehrfach von abgefangenen Drohnen im Anflug auf die Hauptstadt; Angaben zu Schäden machte er nicht. Aus der von Rußland besetzten Region Cherson meldete der eingesetzte Gouverneur Wladimir Saldo, bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Hotel und ein Café im Küstenort Chorly seien mindestens 24 Menschen getötet und mehr als 50 verletzt worden. Unabhängige Bestätigungen liegen für diese Schilderungen derzeit nicht vor. (lb)

Ein Gebäude in Donetsk steht nach eine, Drohnenangriff in Flammen (Archivbild). Foto: IMAGO / ITAR-TASS
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