Gasförderung

Hohe Hürden für „Fracking“ in Deutschland

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Peter Altmaier: Kaum Chancen für Fracking in Deutschland Foto: Wikimedia/Christian Doppelgatz/KUXMA Lizenz: http://bit.ly/4Ynp37

BERLIN. Die Bundesregierung hat sich auf einen Gesetzentwurf zum sogenannten „Fracking“ geeinigt. Dieser setzt der Gas-Fördermethode in Deutschland enge Grenzen. So soll die Gasförderung in Wasserschutzgebieten grundsätzlich verboten und eine Prüfung der Umweltverträglichkeit bei allen anderen Standorten zur Pflicht werden, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.

Die neue Verordnung soll noch vor der Sommerpause in Kraft treten. Bereits im Vorfeld der Entscheidung hatte sich Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) skeptisch gezeigt, ob „Fracking“ in der Bundesrepublik sinnvoll sei. „Derzeit sehe ich nirgendwo in Europa die Vertretbarkeit von Fracking. Das gilt auch für Deutschland“, sagte Altmaier.

Warnung vor Umweltschäden

Bei dieser Form der Gasförderung in großen Tiefen wird das Gestein im Boden durch eine Mischung von Sand und Chemikalien aufgebrochen, um so auch an bisher unerschlossene Vorkommen zu gelangen. In den Vereinigten Staaten hatte der flächendeckende Einsatz der Methode zu einem Starken Anstieg der Gasförderung und zu einem Preisverfall für Energie gesorgt. Zugleich nahmen Berichte über die Verseuchung von Grundwasserreserven in den betroffenen Gebieten zu.

Auch in Deutschland gibt es nach Angaben des Umweltbundesamtes große Gasvorkommen, die mit dem „Fracking“ erschlossen werden könnten. Insgesamt ließe sich der Gasbedarf der Bundesrepublik damit für 13 Jahre decken, heißt es in einer Studie. (ho)

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