Demonstration für Liebknecht und Rosa Luxemburg
Demonstration für Liebknecht und Rosa Luxemburg: Ehreung für einen kommunistischen Putschisten? Foto: dpa
Antrag

Linkspartei für Liebknecht-Gedenktafel am Reichstag

BERLIN. Die Linkspartei fordert die Anbringung einer Gedenktafel für Karl Liebknecht am Reichstagsgebäude. Zur Begründung heißt es, Liebknecht habe 1914 als einziger Abgeordneter im Reichstag gegen die „Finanzierung des Ersten Weltkrieges“ gestimmt. Damit habe er sich um den Frieden in Europa verdient gemacht.

Er sei ein „Beispiel parlamentarischer Verantwortung, freien Gewissens und von Zivilcourage“, heißt es in einem Antrag, der voraussichtlich am Donnerstag vom Bundestag beraten wird. Ziel der Linkspartei ist es offenbar, die SPD mit dem Antrag unter Druck zu setzen, gegen das Gedenken an einen ihrer ehemaligen Abgeordneten zu stimmen.

Liebknecht hatte die SPD bereits 1917 verlassen und war später einer der Mitbegründer der KPD. 1919 wurde Liebknecht in Berlin von Freikorps-Truppen erschossen, nachdem er und Rosa Luxemburg versucht hatten, die demokratischen Wahlen in der Weimarer Republik zu verhindern und mit einem gewalttätigen kommunistischen Putsch die Macht zu ergreifen. (ho)

Demonstration für Liebknecht und Rosa Luxemburg: Ehreung für einen kommunistischen Putschisten? Foto: dpa

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