Paketzusteller der Deutschen Post Foto: picture alliance/Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB
Bundesnetzagentur

Beschwerden gegen Deutsche Post haben sich verdreifacht

BONN. Die Beschwerden über die Deutsche Post haben sich in den vergangenen Jahren verdreifacht. 2019 gingen bei der Bundesnetzagentur mehr als 18.200 schriftliche Proteste ein, berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf eine Statistik der Behörde.

Die Zahl hat sich demnach gegenüber 2018 verdoppelt und gegenüber 2017 verdreifacht. Damals gingen 6.100 Briefe ein. Am häufigsten beschwerten sich die Schreiber über zu spät oder gar nicht eingetroffene Briefe. Am größten sei der Unmut im Vergleich zur Einwohnerzahl in den Städten Berlin und Hamburg. In Berlin meldeten sich pro 10.000 Bürger vier zu Wort, in Hamburg mehr als drei.

Preise gestiegen

Zwar richteten sich die Beschwerden bei der Behörde mit Sitz in Bonn gegen die gesamte Branche. Die Post ist jedoch mit großem Abstand Marktführer. Der Konzern befand sich ehemals in Staatsbesitz, wurde aber in mehreren Schritten teilprivatisiert. Derzeit hält der Staat rund ein Fünftel der Anteile an dem Unternehmen.

Ein Sprecher der Post sagte der dpa, die Beschwerden, die direkt bei der Post ankamen, seien in den vergangenen Monaten zurückgegangen. Zudem lägen sie im Verhältnis zu den rund 19 Milliarden versendeten Briefen im Promillebereich. Das Unternehmen arbeite aber an einer verbesserten Zustellung und Nachverfolgung.

Seit Januar sind auch die Preise für Pakete gestiegen. Bereits zuvor hatte die Post den Preis für einen Standardbrief von 70 Cent auf 80 Cent angehoben. (ls)

Paketzusteller der Deutschen Post Foto: picture alliance/Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB

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