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Meeresbauern statt Fischer

Fisch gilt als gesundes Nahrungsmittel und so ist er inzwischen auch in meeresfernen Landstrichen auf den Speiseplan gekommen. In den letzten 30 Jahren hat sich daher der Verbrauch verdoppelt. Schnelle Transportmöglichkeiten im Tiefkühllaster ermöglichten diese Entwicklung. Der Bedarf an Fischprotein steigt aber weiter. Bis 2020 wird der Fang noch einmal um die Hälfte wachsen müssen, wenn der Hunger von fast acht Milliarden Erdenbürgern gedeckt werden soll. Aber die Meere sind schon lange überfischt. 28 Prozent der weltweit bedeutsamsten Bestände gelten als geplündert, weitere 47 Prozent sind an der Grenze nachhaltigen Befischens, so die Welternährungsorganisation FAO. Daher überlegen Meeresbiologen, wie man Fische auf Aquafarmen „anbauen“ könnte. Gängige Fischsorten gedeihen aber nur auf hoher See, wo man bisher keine Bassins konstruieren konnte, die den Winterstürmen standgehalten hätten. Nun gibt es Experimente mit Käfigen von 25 Metern Durchmesser, dessen Maschenwerk eine mächtige Röhre als Mittelachse aufspannt. Das gesamte Behältnis läßt sich mit Hilfe von Ballasttanks bis in eine Tiefe von rund 20 Metern absenken. Eine gelbe Boje warnt herannahende Schiffe vor der unsichtbaren Fischfarm unter der Wasseroberfläche. Die Boje hat genug Volumen, um große Mengen Nahrung fassen zu können. Eine Funkverbindung zwischen den Untersee-Stallungen und dem Festland sichert die kontrollierte Fütterung, so daß der Fischer nur alle paar Wochen zum Einfahren der Ernte hinausfahren muß. Sollte sich diese Technologie tatsächlich als umweltverträglich erweisen, hätte man das dramatische Problem der „Überfischung“ grandios gelöst.

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