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Am Ziel angelangt

Die Lage im Deutschen Journalisten-Verband (DJV) wird nach den Ausschlüssen der Landesgliederungen Berlin und Brandenburg immer unübersichtlicher. Am vergangenen Freitag waren auf einem außerordentlichen DJV-Verbandstag in Frankfurt am Main die Landesverbände Berlin und Brandenburg „wegen wissentlichen Handelns gegen die Interessen des DJV und verbandsschädigenden Verhaltens mit sofortiger Wirkung“ aus der Journalisten-Gewerkschaft ausgeschlossen worden. Hintergrund der seit Wochen andauernden Auseinandersetzung sind bislang unbewiesene Vorwürfe, bei den letzten Vorstandswahlen in den Regionalverbänden sei es durch dubiose Mitgliederbewegungen zu „Manipulationen“ gekommen (die JF berichtete mehrfach). Für den nun erfolgten Ausschluß Berlins stimmten 243 von 284 Delegierten, 38 waren dagegen, drei enthielten sich. Brandenburg wurde mit 244 Stimmen ausgeschlossen, elf Delegierte stimmten dagegen, vier enthielten sich. Zuvor hatte es eine rund sechsstündige, teils hitzig geführte Diskussion gegeben, bei der Redner aus Berlin und Brandenburg darauf beharrten, daß es keinen Grund für einen Ausschluß ihrer Verbände aus dem DJV gebe; sämtliche Vorwürfe seien konstruiert. Doch genausogut hätten sie gegen eine Wand reden können. Die DJV-Bundesspitze hatte das Prozedere fest im Griff. So fand bereits am Freitagabend in Berlin die Gründung eines neuen Journalisten-Vereins statt. Zum Vorsitzenden wurde Gerhard Kothy gewählt. Vor sechs Wochen mußte sich der 55jährige Hörfunk-Koordinator bei der Wahl zum Berliner Landeschef noch geschlagen geben. Jetzt ist er und die ihn tragende Gruppierung am Ziel angelangt.

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