Schmetterlinge statt Rasenmäher

Der Kreislauf des Lebens steht im Mai in voller Blüte. Weil aber immer früher gemäht wird, wird dieser Kreislauf für viele Tiere unterbrochen. Schmetterlingen und vielen Vogelarten wird die Nahrungsquelle entzogen. Darauf wies jetzt die internationale Umweltstiftung Euronatur hin. Um die natürlichen Lebensgemeinschaften in Gärten und in der freien Natur zu schützen, empfiehlt Euronatur, einmal mehr entspannt die Füße hochzulegen und den Tierchen im Garten zuzuschauen. Zu sehen gibt es da Wildbienen und Schmetterlinge, die sich auf Wiesenblumen niederlassen, um Pollen, Nektar und Blätter als Nahrung für sich und ihre Nachkommen zu finden. So fliegt etwa der Aurorafalter, dessen Männchen auffällig orange-weiß gefärbt ist, zur Zeit das Wiesenschaumkraut – eine typische Rasen- und Wiesenblume – an, um seine Eier abzulegen. Für die Raupen des Aurorafalters ist das Wiesenschaumkraut die Hauptfutterpflanze. Durch zu fleißiges Mähen verliert auch die Braunschuppige Sandbiene, eine gefährdete Wildbienenart, ihren Lebensraum. Sie ist auf die sehr schnittempfindliche Wiesen-Glockenblume angewiesen, die ganz ausfällt, wenn sie zu früh oder mehr als zweimal pro Jahr gemäht wird. Die Larven der Wildbiene leben ausschließlich vom Blütenstaub der Glockenblumen. Aus diesem Grund empfiehlt Euronatur Hobby-, Freizeit- und Stadtgärtnern, ungenutzte Rasenflächen in Wiesen umzuwandeln. Diese sollten maximal im Juni und August je einmal mit der Sense, dem Balkenmäher oder der Motorsense gemäht werden. Das Mähgut kann anschließend kompostiert werden. Der Verzicht auf Dünger fördert ebenfalls die Artenvielfalt und schont obendrein das Grundwasser. Weniger ist mehr.

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