Markus Krall Freiheit oder Untergang

 

Das Zwischenlager

Jeder kennt das: Beim Kauf eines neuen Möbelstückes wird das alte erst einmal in den Keller verfrachtet und “ zwischengelagert“. So können schmerzliche Trennungen oder schwierige Entscheidungen aufgeschoben werden. Nun, in diesem „Zwischenlager“ werden selbstverständlich auch andere Dinge wie „wichtige“ Ordner und „notwendige“ Papiere gehortet, die auf keinen Fall „aus den Augen verloren werden dürfen“. Allein, die Wahrheit sieht anders aus. Hier gilt: Aus den Augen, aus dem Sinn. Denn was einmal so unwichtig war, daß es ruhigen Gewissens in den Keller abgeschoben werden durfte, kann gar nicht so bedeutsam sein. Dadurch verliert man schnell den Überblick, bis eine Konfrontation mit dem bislang Verdrängten unausweichlich wird. So erging es vergangene Woche der JF – wenn auch nicht ganz freiwillig. Vieles war über die letzten zehn Jahre im Redaktionskeller „zwischengelagert“ worden. Soviel, daß einige Kellerregale schließlich von sich aus streikten und zusammenbrachen. Höchste Zeit also, endlich richtig auszumisten: Im bestellten Container landeten tonnenweise „wichtige“ Akten, alte Zeitungen, Pappkartons, kaputte Bürostühle – sprich: nahezu der komplette Inhalt des Kellers. Nun steht die Redaktion jedoch vor einem neuen Problem: Was tun mit dem vielen Platz? Nun ja, für die Lösung haben wir die nächsten zehn Jahre Zeit. Anni Mursula

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