Markus Krall Freiheit oder Untergang

 

Susanne Zeller-Hirzel, Widerstandskämpferin

Wo möchten Sie am liebsten sein? Hier in meinem Haus und Garten mit dem Blick auf den angrenzenden Wald. Wofür lassen Sie alles stehen und liegen? Für schöne Musik, ein gutes Gespräch, Wandern mit Freunden. Was bedeutet Heimat für Sie? Urgrund meines Lebens, die schwäbischen Äcker und Wälder, die Sprache meiner Eltern. Was ist Ihnen wichtig im Leben? Freiheit und Recht, tätig sein, Freunde. Was haben Ihnen Ihre Eltern mitgegeben? Fleiß, Frohsinn, Freude an der Musik, Großmut. Welches Buch hat Sie nachhaltig beeinflußt? Goethes Gedichte, Jacob Burckhardts „Weltgeschichtliche Betrachtungen“. Welche Musik mögen Sie? Von Monteverdi bis Ligeti alles. Dazu Volkslieder, Märsche. Welches Ereignis ist für die Welt das einschneidendste gewesen? Erfindung des Schießpulvers. Was möchten Sie verändern? Meine immer gleichen Schwächen, die Dummheit überall. Woran glauben Sie? An die Vernunft und daß Treue und Redlichkeit am längsten währen. Welche Werte sollen wir unseren Kindern weitergeben? Liebe und Respekt vor unserer Kultur. Bescheiden immer das Bestmögliche tun. Welche Bedeutung hat der Tod für Sie? Omnibus una nox – lux aeterna luceat. Susanne Zeller-Hirzel , 85, war Mitglied der „Weißen Rose“. Ende 1942 wurde sie von Sophie Scholl angesprochen und zum Widerstand aufgefordert. Wenig später warf sie in Stuttgart das fünfte Flugblatt der „Weißen Rose“ in Briefkästen. Nach Hinrichtung der Geschwister Scholl wurde auch sie verhaftet und im zweiten Prozeß, in dem Kurt Huber, Willi Graf und Alexander Schmorell zum Tode verurteilt wurden, zu einem halben Jahr Haft verurteilt. Später arbeitete sie als Musiklehrerin und Buchautorin.

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