Günter Schabowski, Publizist

Wo möchten Sie jetzt am liebsten sein?

Zeitweilig da, wo vom Homo sapiens gepeinigte Orang-Utan-Waisen von menschlicheren Menschen für ein natürliches Leben im Dschungel trainiert werden.

Wofür lassen Sie alles stehen und liegen?

Wenn jemand in Lebensgefahr ist.

Was bedeutet Heimat für Sie?

Vertraute Menschen, Architektur, Möbel, Bücher – und eine Natur, die mich zu Hause fühlen läßt.

Was ist Ihnen wichtig im Leben?

Daß meine Nächsten nicht von Daseinsängsten gepeinigt werden.

Was haben Ihnen Ihre Eltern mitgegeben?

Achtung vor denen, die wenig besitzen und intaktes Pflichtgefühl gegenüber der Gemeinschaft empfinden, in der sie leben.

Welches Buch hat Sie nachhaltig beeinflußt?

Zuletzt vor 15 Jahren Arthur Koestlers "Sonnenfinsternis".

Welche Musik mögen Sie?

Mal in Dur, mal in Moll.

Welches Ereignis ist für die Welt das einschneidendste gewesen?

Das Aufkommen von intelligenten Zweibeinern.

Was möchten Sie verändern?

Menschen, die aus ideologischer oder fundamentalistischer Verblendung andere schurigeln oder umbringen.

Woran glauben Sie?

Daß es etwas gibt, was unsere Intelligenz und Erkenntnisfähigkeit nicht er- und vermessen können.

Welche Werte sollen wir unseren Kindern weitergeben?

Skepsis gegen Weltverbesserer mit Patentanspruch, Mut zur Ehrlichkeit, Güte, Hilfbereitschaft gegenüber Schwächeren, Abneigung gegen Selbstgerechtigkeit.

Welche Bedeutung hat der Tod für Sie?

Fragen Sie mich später.

Günter Schabowski , 76, verkündete am 9. November 1989 die Maueröffnung.

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