BERLIN. Eine jetzt bekanntgewordene Spende des Milliardärs und Inhabers des Möbelhauses „Höffner“ an die AfD hat für Aufsehen gesorgt. Im Jahr 2024 ließ Kurt Krieger der AfD insgesamt 18.000 Euro zukommen, wie aus dem jetzt veröffentlichten Rechenschaftsbericht der Bundestagsverwaltung hervorgeht.
Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland zuerst berichtete, ging das Geld unter anderem an den Kreisverband Chemnitz. Dort hatte der heute 77jährige 2023 das frühere Kaufhof-Gebäude erworben. Im Januar 2024 beschloß der Stadtrat mit den Stimmen der AfD, Teile der Verwaltung in dem früheren Warenhaus unterzubringen.
Gespendet hat die CMC Management GmbH, die inzwischen Kriegers 44jähriger Tochter Stephanie gehört und in Schönefeld an der südlichen Berliner Stadtgrenze sitzt. Der Firmengründer nutzte die Übertragung aber nicht, um sich herauszureden: „Das ist ja Familie“, sagte Krieger der Berliner Boulevardzeitung B.Z.: „Ich habe die Spende ja nicht provokant gemacht, wird ja alles veröffentlicht.“
Krieger: Nicht alles falsch, was die AfD sagt
Auf die Gründe für seine AfD-Spende angesprochen, antwortete Krieger: „Mit meiner politischen Einstellung hat das nichts zu tun.“ In dem Zusammenhang betonte er: „Ich war als Junge bei den Falken und wollte später Pfarrer werden. Mir eine nationalsozialistische Gesinnung zu unterstellen, ist völlig fehlplatziert.“ Sein Unternehmen sei „politisch völlig neutral“.
Krieger ergänzte, es gebe „dufte Typen“ in allen Parteien, etwa Bodo Ramelow bei der Linken oder Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), der sich in den 1970er Jahren kommunistisch engagiert habe. Und: „Es ist nicht alles falsch, was die Linke sagt, und auch nicht alles, was die AfD sagt“, so der Unternehmer dessen Vermögen Forbes auf 1,1 Milliarden Euro schätzt.

Nach den gesetzlichen Vorgaben müssen Parteispenden von mehr als 10.000 Euro veröffentlicht werden. Die CMC Center Management GmbH betreut die Immobilien der von Krieger einst gegründeten Kette „Möbel Höffner“. Außerdem gehören unter anderem der Elbepark Dresden sowie das Chemnitz Center dazu. (fh)


