HAMBURG. Der Südsudanese, der am Donnerstagabend sich und eine 18jährige Passantin durch einen Sprung vor eine U-Bahn tötete (JF berichtete), war bereits mehrfach mit Gewalt in Deutschland aufgefallen. Zuletzt soll er zwei Tage vor der Tat einen Polizisten angegriffen haben, berichtet die Bild-Zeitung. Ariop A. wurde demnach erkennungsdienstlich behandelt, allerdings sofort wieder auf freien Fuß gesetzt.
Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet, berichtet das Blatt weiter. Zudem wurde bekannt, daß der Südsudanese zuletzt in einer Hamburger Asylunterkunft gelebt hatte und über eine gültige Aufenthaltserlaubnis für die Bundesrepublik verfügte. Er war 2024 über ein Aufnahmeprogramm der Bundesländer für Südsudanesen nach Deutschland eingereist. Abschiebungen werden wegen des Bürgerkriegs in dem Land so gut wie nie durchgeführt.
Frau war Zufallsopfer
Der 25jährige Ausländer hatte aus bisher noch nicht bekannten Gründen am Donnerstag abend eine 18jährige Iranerin gepackt und war zusammen mit ihr vor einen einfahrenden Zug gesprungen. Beide starben noch am Tatort. Laut einer Augenzeugin soll der Südsudanese zuvor betrunken über den Bahnsteig gelaufen sein. Laut Polizei kannten sich Täter und Opfer nicht.
Die Iranerin lebte zuletzt in einem Frauenhaus, in dem sie Sicherheit vor häuslicher Gewalt gesucht haben soll. Eine Mordkommission ermittelt nun den genauen Tatablauf. (ho)






