11.50 Uhr: Während sich Busse mit einigen hundert AfD-Anhängern noch auf dem Weg befinden, gehen die Blockaden weiter. Auch zwei Krankenwagen müssen anhalten. Nun beginnt die Polizei mit der Räumung.
Auch Krankenwagen werden von den AfD-Gegnern in Gießen blockiert. #2911Gi pic.twitter.com/hyaFBKF3Ly
— JUNGE FREIHEIT (@jungefreiheit) November 29, 2025
11.40 Uhr: Kein Durchkommen auch für die Bürger. Ein Mann will zu einem Erste-Hilfe-Kurs. Doch auch ihn lassen die AfD-Gegner nicht durch.
Der Antifa ist es egal, dass normale Bürger zu Terminen, Krankenhäusern oder sonstiges kommen. Solange die AfD leidet pic.twitter.com/XgcgKHj4Jt
— Lena (@lenasjfupdate) November 29, 2025
11.32 Uhr: Der Bundestagsabgeordnete Julian Schmidt wurde nach dem Abstellen seines Autos von Linksextremisten angegriffen. Während er sein Auto in der Nähe der Hessenhalle parkte, erkannten ihn die bislang unbekannten Angreifer. Mit rund 20 Mann seien diese dann auf Schmidt und seine Begleitung losgegangen, berichtet er der JUNGEN FREIHEIT. Im Gesicht hat er Schrammen und Rötungen von Schlägen und Tritten. Die Polizei sei recht schnell eingeschritten. Schmidt mag sich nicht ausmalen, was sonst noch hätte passieren können. Sein Auto mußte der Bundestagsabgeordnete zurücklassen.
Angriff auf den AfD-Politiker Julian Schmidt. Der Bundestagsabgeordnete wird nach JF-Informationen in Gießen von vermummten Linksextremisten attackiert. #2911Gi pic.twitter.com/WRDioUnCHW
— JUNGE FREIHEIT (@jungefreiheit) November 29, 2025
11.30 Uhr: Noch immer ist ein Großteil der erwarteten AfD-Anhänger nicht in der Halle. Vor Ort sind allerdings schon die beiden Bundessprecher Alice Weidel und Tino Chrupalla. Es fehlt allerdings noch Jean-Pacal Hohm. Er gilt als Favorit für den Posten des Vorsitzenden der neuen Jugendorganisation. Nach JF-Infos sitzt er auf der Autobahn fest.
11.18 Uhr: Die Polizei als Straßenreinigung: Mit schwerem Gerät und Wasserwerfern räumen die Sicherheitskräfte eine Straßenblockade der AfD-Gegner. Die haben sich aber längst aus dem Staub gemacht.
Mit Bulldozern und Wasserwerfern reinigt die Polizei die Straßenblockaden. #Gießen pic.twitter.com/3dvI068tZo
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11.15 Uhr: Mittlerweile sind die zwei AfD-Vorsitzenden, Alice Weidel und Tino Chrupalla, angekommen. Auch der Thüringer Landesvorsitzende Björn Höcke wurde gesichtet. Grundsätzlich bleibt es in der Halle jedoch leer. Etwa eine Stunde nachdem der Gründungskongress hätte starten sollen, fehlen immer noch hunderte Parteimitglieder. Nach JF-Informationen sind rund 200 von ihnen nur noch wenige Kilometer von Gießen entfernt.
Derweil kocht die Gerüchteküche. Im Hintergrund werde in einigen Landesverbänden ordentlich Druck ausgeübt, um die Konsensliste durchzubringen. Dabei sorgen sich einige um spontane Kampfkandidaturen aus den Reihen der neuen Gesichter, erfuhr die JF.
11.10 Uhr: Der AfD-Bundestagsabgeordnete Julian Schmidt wurde nach JF-Informationen auf dem Weg zur Halle in Gießen von Linksextremisten angegriffen.
Angriff auf den AfD-Politiker Julian Schmidt. Der Bundestagsabgeordnete wird nach JF-Informationen in Gießen von vermummten Linksextremisten attackiert. #2911Gi pic.twitter.com/WRDioUnCHW
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11.02 Uhr: Jubel beim linksradikalen Linkspartei Abgeordneten Ferat Kocak. Daß Polizisten gegen Gewalttäter vorgehen, ist für ihn „Polizeigewalt“.

11.00 Uhr: Rund um Gießen sind weiterhin hunderte AfD-Gegner unterwegs und versuchen, den Zufahrtsweg zu blockieren.
Nachdem die Polizei die Blockade nicht räumt, wird sie nun gerade von hunderten AfD-Gegnern passiert. #2911Gi pic.twitter.com/DJUDA23NUA
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10.50 Uhr: Rund zehn Kilometer außerhalb von Gießen beginnt nun eine Polizeieskorte für die AfD-Busse. Darin sitzen Mitglieder aus Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Unter anderem auch der Landtagsabgeordnete Sven Trischtler. In den Bussen sollen ungefähr 200 AfD-Mitglieder sitzen. Damit würde sich die Halle schlagartig füllen. „Es kann sich nur noch um Stunden handeln“, heißt es gegenüber der JF.
In der Halle wurde bislang nicht kommuniziert, wann es losgeht und auf wie viele Mitglieder man noch warte. Ein Mitglied kritisierte, daß es wenig professionell ablaufe und er sich Klarheit wünscht.

10.44 Uhr: Auf der blockierten B49 droht nun doch keine Eskalation mehr. Mehrere Polizeiwagen drehen um und überlassen den Blockierern das Feld.
Polizei verzichtet auf Räumung: Auf der B49 haben Linksextremisten Straßenblockaden errichtet. Die Beamten sehen das – und fahren wieder weg. #2911Gi pic.twitter.com/1DNe3uEr1e
— JUNGE FREIHEIT (@jungefreiheit) November 29, 2025
10.37 Uhr: Auf der blockierten B49 fährt nun die Polizei mit einem Großaufgebot auf. Hier dürfte die Situation gleich eskalieren.
An der blockierten B49 in Gießen fährt jetzt die Polizei auf. #2911Gi pic.twitter.com/DSp2nyyYY3
— JUNGE FREIHEIT (@jungefreiheit) November 29, 2025
10.30 Uhr: Die Straßenblockade auf der B49 wird weiter ausgebaut. Jetzt werden auch Straßenschilder auf die Fahrbahn geschleppt. Von der Polizei ist bisher noch nichts zu sehen.
Jetzt werden Straßenschilder als Barrikaden verwendet pic.twitter.com/QsgQnvjMqN
— JUNGE FREIHEIT (@jungefreiheit) November 29, 2025
10.23 Uhr: In der Halle fehlen weiterhin mindestens die Hälfte der erwarteten AfD-Mitglieder. Viele stecken noch in blockierten Bussen auf den Zufahrtsstrecken fest und sind nicht einmal im Raum Gießen. Der designierte Bundesvorsitzende Jean-Pascal Hohm ist nicht vor Ort, ebenso die übrigen aussichtsreichen Kandidaten. Die jungen AfD-Mitglieder vertreiben sich die Zeit an den Ständen oder mit Kaffee, während aus dem Raucherbereich der dumpfe Sound des Gegenprotests herüberdringt.
Drinnen spricht man vor allem über die Lage draußen. Genannt werden Baumstämme auf Straßen und eingeschlagene Fenster. Eine Teilnehmerin sagte der JUNGEN FREIHEIT, sie habe auf der Anreise Angst gehabt und sorge sich, wie sie am Abend wieder nach Hause komme.
Gegenüber der Presse sind die Organisatoren der AfD wenig auskunftsfreudig. Wie viele Mitglieder bereits akkreditiert sind und wie viele noch draußen feststecken möchte man gegenüber der JF nicht kommentieren.
10.20 Uhr: Unglaubliche Bilder von der B49. Seelenruhig verbarrikadieren Linksextreme die Straße mit Bäumen.
Polizei weit und breit nicht zu sehen. Eine Zufahrtsstraße wird mit Baumstämmen blockiert pic.twitter.com/ZplXQskjRH
— JUNGE FREIHEIT (@jungefreiheit) November 29, 2025
Die Polizei ist nicht in Sicht.
Seelenruhig verbarrikadieren AfD-Gegner jetzt auf der B49 die Straße. Die Polizei läßt sich nicht blicken. #Giessen pic.twitter.com/FG2Ma2gD9Z
— JUNGE FREIHEIT (@jungefreiheit) November 29, 2025
10.08 Uhr: Hunderte AfD-Anhänger warten noch außerhalb der Stadt, um zum Veranstaltungsort durchgelassen werden. Sie werden nun nach JF-Informationen alle an einen Treffpunkt gelotst und sollen von dort dann von der Polizei zur Halle eskorttiert werden.

10.00 Uhr: Nicht nur Straßen werden blockiert, einige AfD Gegner haben sich auch von einer Brücke abgeseilt.
9.50 Uhr: Die Zahl der blockierten Straßen steigt weiter an. Derzeit sollen 19 Zufahrtswege in die Innenstadt von Gegendemonstranten blockiert werden. An einigen Stellen kontrollieren sie nun, wer nach Gießen darf.

Nachricht des linksextremen Bündnis „Widersetzen“. Foto: Screenshot JF9.40 Uhr: Hämisch kommentiert die linksextreme Szene die Weigerung der Polizei, Blockaden aufzulösen. Alle Brücken in der Stadt sind derzeit in der Hand der AfD-Gegner. Nichts geht mehr.
Alle drei innerstädtischen Brücken über die Lahn werden weiterhin stabil blockiert. Immer mal wieder versuchen einzelne Faschos auf eigene Faust rüber zu kommen – schlechte Idee. Danke an die Aktivist*innen, die die Brücken sauber halten.#gi2911 #noafd #Gießen via widersetzen pic.twitter.com/Issnw5b8wa
— Antifaschistische Aktion Salzgitter (@AJSalzgitter) November 29, 2025
9.35 Uhr: Ein Sprinter blockiert die Zufahrt zum Bahnhof. Wer durchgelassen wird, entscheiden jetzt die AfD-Gegner.
So einfach geht’s: Sprinter unter Brücke querstellen. Offenbar überläßt die Polizei jetzt den AfD-Gegnern die Straßenkontrollen. #Giessen pic.twitter.com/yyMjt97DxO
— Henning Hoffgaard (@HenHoffgaard) November 29, 2025
9.30 Uhr: Eigentlich sollte die Polizei die Zufahrtswege zur Halle kontrollieren. Doch die Aufgabe haben mittlerweile die AfD-Gegner übernommen. Die Polizei bestätigt, daß willkürlich Fahrzeuge angehalten und attackiert werden.
In Lahnau-Atzbach halten Personen aus einer Straßenblockade auf der L3020 heraus Fahrzeuge an und beschädigen diese.
Unsere Einsatzkräfte sind auf dem Weg dorthin. Bitte umfahrt den Bereich weiträumig.#2911Gi #Gießen
— Polizei Mittelhessen (@Polizei_MH) November 29, 2025
9.25 Uhr: Die Polizei ist nicht nur zu Land und in der Luft unterwegs. Auch auf der Lahn patrouillieren Polizeiboote. In der Innenstadt setzt sich unterdessen eine von den Gewerkschaften angemeldete Demonstration in Bewegung. Bis zu 30.000 Teilnehmer erwartet die Polizei dabei.


9.22 Uhr: Rund 1.000 AfD-Mitglieder werden erwartet, doch davon ist bisher nur ein Bruchteil in die Halle gelangt. Videos zeigen wie ein Auto mit jungen AfD-Anhängern an einer Straßenblockade mit Steinen beworfen wird.
9.15 Uhr: Auch auf der Bundesstraße eskaliert die linke Gewalt. Um zu verhindern, daß hunderte Vermummte zur Halle durchbrechen, werden nun auch Wasserwerfer eingesetzt.
Polizei setzt Wasserwerfer auf der Bundesstraße ein. #2911Gi @Tagesspiegel #Giessen pic.twitter.com/t45fLUUccK
— julius geiler (@glr_berlin) November 29, 2025
9.10 Uhr: Massive Gewalt gegen anreisende AfD-Mitglieder: Ein Video zeigt, wie ein Auto mit mehreren Insassen von Linksextremen mit Steinen attackiert wird. Auch die Polizei bestätigt, daß es zu Angriffen auf Autos kommt.
#2911gi
Wie kann ein Innenminister (CDU übrigens) es zulassen, dass die Linksfront derartig eskaliert? pic.twitter.com/obCZ07F4bY— Martin C. T. Kohler (@MartinCTKohler) November 29, 2025
9.05 Uhr: Während es an den Blockaden in der Nähe der Halle derzeit halbwegs ruhig ist, eskaliert die Situation in der Umgebung. Als vermummte AfD-Gegner auf der Bundesstraße eine Polizeikette durchbrechen wollen, eskaliert die Situation. Die Polizei läßt sich abdrängen.
Massiver Schlagstock-Einsatz jetzt auf der Bundesstraße. Danach Pfeffersprayeinsatz. Polizei droht mit Wasserwerfer. #gi2911 #2911GI #Giessen @Tagesspiegel pic.twitter.com/uB5uManQbp
— julius geiler (@glr_berlin) November 29, 2025
9.00 Uhr: Voll ist es in der Messehalle bisher nur im Bereich für die Presse. Allein der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist mit mehreren Dutzend Mitarbeitern vor Ort. Mangel gibt es dagegen noch an AfD-Mitgliedern. Rund 200 haben es in die Halle geschafft, allerdings waren die meisten auch schon vor 5 Uhr an der Halle. Insgesamt rechnet die AfD mit rund 1.000 jungen Mitgliedern.
8.50 Uhr: Am Brennpunkt bei der Adenauer-Brücke stehen sich weiter vermummte AfD-Gegner und Polizisten gegenüber. Die Polizei ist mit einem Wasserwerfer vor Ort und kündigt an, den auch einzusetzen, sollte es zu Angriffen kommen.
An der Adenauer-Brücke stehen sich weiter vermummte AfD-Gegner und die Polizei gegenüber. Auch ein Wasserwerfer ist vor Ort. Eigentlich gilt auf solchen Demonstrationen ein Vermummungsverbot. Eigentlich. pic.twitter.com/FDzfvcWBfP
— JUNGE FREIHEIT (@jungefreiheit) November 29, 2025
8.45 Uhr: Fragen will die Linkspartei-Bundestagsabgeordnete Janine Wissler lieber nicht beantworten. Sie mischt sich schnell wieder unter die vermummten Gegendemonstranten.
Auch die Linkspartei ist vor Ort. Die Bundestagsabgeordnete Janine Wissler mischt sich unter die vermummten AfD-Gegner. Auf ihrer Weste steht „Parlamentarischer Beobachter“. Das ist allerdings kein offizieller Titel. Fragen will sie nicht beantworten. pic.twitter.com/ohtAs8Hjaq
— JUNGE FREIHEIT (@jungefreiheit) November 29, 2025
8.40 Uhr: Auch die Linkspartei ist vor Ort. Die Bundestagsabgeordnete Janine Wissler mischt sich unter die vermummten AfD-Gegner in der Nähe einer Straßenblockade. Auf ihrer Weste steht „Parlamentarischer Beobachter“. Das ist allerdings kein offizieller Titel.

8.35 Uhr: Ein Sprecher der Polizei gibt Auskunft über den aktuellen Stand des Einsatzes. Er spricht von tausenden Gegendemonstranten und zahlreichen Blockaden. Er geht davon aus, daß die AfD-Veranstaltung wie geplant stattfinden kann. Er bestätigt Angriffe auf die Polizei. Ansonsten sei die Lage aber so, wie sie erwartet worden sei.
Pressesprecher der Einsatzleitung Boris Breitmeyer gibt Statement zur aktuellen Lage in Gießen pic.twitter.com/8s1MXxZpb0
— JUNGE FREIHEIT (@jungefreiheit) November 29, 2025
8.32 Uhr: Die Lage in der Stadt beruhigt sich etwas. Das liegt vor allem daran, daß die Blockaden rund um die Messehalle derzeit nicht von der Polizei geräumt werden. An mindestens elf Stellen stehen sich jetzt Beamte und AfD-Gegner gegenüber. Nach Informationen der JF wollen die Sicherheitskräfte demnächst einen neuen Versuch starten, AfD-Mitglieder zur Halle zu geleiten.
8.25 Uhr: Seit fast zwei Stunden sind keine AfD-Mitglieder mehr bei der Halle angekommen. Es sieht auch nicht danach aus, als würde sich das schnell ändern. Mindestens elf Blockaden gibt es derzeit, die nicht von der Polizei geräumt werden und eine Anreise zur Gießener Messehalle unmöglich machen. Es kam bereits zu mehrere Angriffen auf Polizisten, auch Steine wurden geworfen. Bisher ist noch nicht abzuschätzen, wie viele AfD-Gegner sind in der Stadt aufhalten. Es dürften aber einige Zehntausend sein. Viele von ihnen sind vermummt.
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot in der Stadt. Darunter auch Pferdestaffeln, Räumpanzer und Wasserwerfer. Bisher setzt sie allerdings vor allem auf Deeskalation. Derzeit wird vor allem auf die Adenauer-Brücke geschaut, wo sich einige Hundert Gegendemonstranten und die Polizei gegenüberstehen. Auch Drohnen und Hubschreiber sind zu sehen.

8.16 Uhr: Während einige Polizisten noch freundlich mit den AfD-Gegner sprechen, werden ihre Kollegen nicht weit entfernt massiv angegriffen. Dutzende Linke versuchen, eine Polizeikette zu durchbrechen.
Antifascist activists try to break through police lines.#widersetzen #gießen #gi2911 #noafdjugend #noafd pic.twitter.com/nx9Oa2HXiE
— the brake (@TheBrakeNet) November 29, 2025
8.12 Uhr: Freundliches Geplänkel zwischen Polizei und AfD-Gegnern. Anstatt Blockaden zu räumen, sucht die Polizei erst einmal das Gespräch.
Es geht mitunter auch recht freundlich zu zwischen Polizei und Demonstranten. Der bayerische Einsatzleiter fragt nach Ansprechpartnern in der Blockade, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Kurz darauf melden sich tatsächlich zwei Personen. #gi2911 #Gießen pic.twitter.com/aHD8X49XDH
— julius geiler (@glr_berlin) November 29, 2025
8.10 Uhr: Nach Angaben des linksextremen Bündnisses „Widersetzen“ gibt es derzeit mindestens elf Blockaden in der Stadt. Die Gruppierung, die bereits im Vorfeld zu Gewalt aufrief, wurde von der Linkspartei noch vor wenigen Tagen in den Bundestag eingeladen.

8.02 Uhr: Überall aus Gießen erreichen uns die gleichen Bilder. AfD-Gegner besetzten Straßen und Brücken, während die Polizei zuschaut.
Blockade an der Konrad-Adenauer-Brücke in #Giessen #widersetzen #gi2911 pic.twitter.com/0LKex3ofPD
— R L (@RaimondLueppken) November 29, 2025
7.58 Uhr: Die Sicherheitskräfte melden weitere Versuche, Polizeiketten zu durchbrechen. Bisher haben die AfD-Gegner mit ihrer Strategie Erfolg. Obwohl rund 6.000 Beamte im Einsatz sind, sind alle Wege zur Halle versperrt.
Eine Personengruppe von etwa 500 drängt aktuell auf die Polizeisperre an der Konrad-Adenauer-Brücke.#2911Gi
— Polizei Mittelhessen (@Polizei_MH) November 29, 2025
7.54 Uhr: Nicht nur Busse werden genutzt, um die Zufahrtswege zu blockieren. Einige AfD-Gegner kleben sich auch auf Straßen fest.
Ein Aktivist hat sich bereits auf der Fahrbahn festgeklebt. #gi2911 #NoAfd #Gießen pic.twitter.com/nQjXdZABKE
— junge Welt (@jungewelt) November 29, 2025
7.46 Uhr: In der Stadt wurden, auch auf offiziellen Werbeflächen, Plakate aufgehängt, die die jungen AfD-Mitglieder in die Näher der Hitlerjugend rücken.

7.45 Uhr: Die Blockaden der AfD-Gegner zeigen Wirkung. Seit rund einer Stunde sind keine Parteimitglieder mehr an der Halle angekommen. Unterdessen fahren in der Stadt erste Wasserwerfer auf.

7.40 Uhr: Bürgerkriegsähnliche Szenen in und um Gießen. Auf einer Bundesstraße versuchen AfD-Gegner, Polizeiketten zu durchbrechen. Die Beamten reagieren mit Schlagstöcken und Pfefferspray.
07:20 Demonstrant:innen versuchen friedlich die B429 zu blockieren und laufen auf Polizeibeamte zu. Die Polizei greift sie mit Pfefferspray und Schlagstöcken an. #gi2911 #NoAfd #Gießen pic.twitter.com/rOIelUa3l6
— Perspektive Online (@PerspektiveOn) November 29, 2025
7.35 Uhr: Nun bestätigt die Polizei erste Steinwürfe auf die Beamten. Von Festnahmen ist bisher nicht bekannt. „MAn will deeskalieren“, schildert ein JF-Reporter.
An einer Blockade wurden Einsatzkräfte mit Steinen beworfen.#2911Gi
— Polizei Mittelhessen (@Polizei_MH) November 29, 2025
7.30 Uhr: Überall die gleichen Bilder: Linksextremisten blockieren die Straßen, die Polizei ist nicht zu sehen.
Die Sachsenbrücke ist blockiert durch eine Sitzblockade. Alle anderen Zuwege sind auch zu. #2911Gi pic.twitter.com/lulI0i18uy
— JUNGE FREIHEIT (@jungefreiheit) November 29, 2025
7.25 Uhr: Die Polizei wird der Lage nicht mehr Herr. Überall Blockaden. Laut Berichten der Sicherheitsbehörden sind bereits tausende Randalierer unterwegs.
Über mehrere Notrufe wurde uns gemeldet, dass im Bereich #Lützellinden derzeit 2000 Personen diverse Fahrzeuge und Laternen beschädigen sollen. Einsatzkräfte sind auf dem Weg dorthin.#2911GI
— Polizei Mittelhessen (@Polizei_MH) November 29, 2025
Größte Sorge der Polizei ist bisher die Gesundheit der Gegendemonstranten.
Derzeit werden Landes-, Bundesstraßen und Autobahnen rund um #Gießen an mehreren Stellen massiv blockiert.
Die Blockaden behindern damit die Teilnahme an allen angezeigten Versammlungen.Die Personen gefährden dadurch sich selbst und andere erheblich.#2911Gi
— Polizei Mittelhessen (@Polizei_MH) November 29, 2025
7.20 Uhr: Die Polizei ist schon jetzt hoffnungslos überfordert. „Wir sollen uns jetzt allein zur Halle auf den Weg machen“, sagt AfD-Mitglied Wendelin Fessel. Einen Schutz durch Beamte werde es nicht mehr geben.
7.15 Uhr: Der Plan der Polizei, die AfD-Mitglieder zur Halle zu geleiten, ist schon jetzt gescheitert. Es ist kein Durchkommen mehr. Die noch in der Anreise befindlichen Mitglieder müssen sich jetzt offenbar allein zur Halle durchschlagen. Starten kann der AfD-Kongreß erst, wenn 300 junge Mitglieder anwesend sind. Bisher haben es nur 200 zum Veranstaltungsort geschafft.
Kein Polizeikonvoi mehr zur Halle. AfD-Delegierte sollen sich verteilen und allein anreisen. Polizei wirkt planlos. Angekommen sind vielleicht 200 Delegierte – gebraucht werden 300 und Eins.#2911GI
— Sven (@SvenVersteegen) November 29, 2025
7.10 Uhr: Verliert die Polizei schon jetzt die Kontrolle? Überall um die Stadt herum besetzten AfD-Gegner die Land- und Bundesstraßen. Es ist kaum noch ein Durchkommen.
7:00 Die ganze B429 ist zu, Demonstrant:innen jubeln über stehende Blockaden. #gi2911 #NoAfd #Gießen pic.twitter.com/RPcTdZ6no3
— Perspektive Online (@PerspektiveOn) November 29, 2025
7.05 Uhr: Nicht nur junge AfD-Mitglieder sind heute in Gießen, auch viele ältere Funktionäre reisen an. Darunter auch der Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich. Er sei störungsfrei zur Halle durchgekommen berichtet er, der JF. Der Polizei wünscht er alles Gute.
Vor Ort ist auch Joachim Paul. Der Landtagsabgeordnete wurde deutschlandweit bekannt, nachdem die Stadt Ludwigshafen ihm verweigerte, als Bürgermeisterkandidat in Ludwigshafen anzutreten. „Wir wünschen uns Parteitage, bei denen wir nicht von der Polizei geschützt werden müssen“, sagt er der JF.
7.03 Uhr: Auf der Autobahn geht nichts mehr. Linksextremisten haben unter den Augen der Polizei die Fahrspuren besetzt. Nichts geht mehr, berichtet Nius.
Seit 20 Minuten stehen sich Polizei und Linksradikale auf der Autobahn gegenüber. Im Moment bewegt sich nichts. „Alle zusammen gegen den Faschismus“, hallt es über die Straße. https://t.co/Hd7adbzAlH #gi2911 pic.twitter.com/v95Ap0QDgU
— NIUS (@niusde_) November 29, 2025
6.52 Uhr: Immer mehr Linksextremisten versuchen, die Wege zur Halle zu blockieren und attackieren dabei die Polizei. Die Beamten reagieren sofort. Es kommt zu heftigen Auseinandersetzungen.
Massive police violence at protests of #widersetzen against founding conference of far right #afd youth organization in #Gießen#gi2911 #antifa pic.twitter.com/XGLApIvuMl
— the brake (@TheBrakeNet) November 29, 2025
6.47 Uhr: Die Polizei berichtet von ersten Angriffe der AfD-Gegner. Diese versuchten, eine Polizeisperre zu durchbrechen. Ein Beamter soll dabei verletzt worden sein. Zudem werden die Busse genutzt, um ganze Straßenabschnitte zu sperren.
Eine größere Personengruppe hat versucht eine Polizeisperrung am Umspannwerk in #Gießen zu durchbrechen.
Wir sind mit Einsatzkräften vor Ort und haben das weitere Vordingen verhindert. Dabei wurde bereits ein Kollege leicht verletzt.#2911GI— Polizei Mittelhessen (@Polizei_MH) November 29, 2025
6.45 Uhr: Noch immer kommen Gegendemonstranten am schon jetzt überfüllten Bahnhofsvorplatz an. Die Stimmung ist angespannt.

6.42 Uhr: Erste AfD-Mitglieder berichten der JF, daß sie nicht mehr zu Halle durchkommen. Straßen seien blockiert und die Polizei bisher noch nicht vor Ort.
6.40 Uhr: Am Hauptbahnhof Gießen geht es schon hoch her. Es ist kaum noch Platz und tausende Gegendemonstranten versammeln sich. Von hier aus soll die Hauptkundgebung starten.
Der Hauptbahnhof platzt bereits um 6 Uhr morgens aus allen Nähten pic.twitter.com/u0Dxue6Ckg
— JUNGE FREIHEIT (@jungefreiheit) November 29, 2025
6.36 Uhr: Auch pro-palästinensische Linksextremisten und Moslems sind vor Ort, um die Gründung einer Jugendorganisation der AfD in Deutschland zu verhindern.
Pali-Flaggen sind auch anwesend. #Gießen pic.twitter.com/Rb86QlGGZS
— JUNGE FREIHEIT (@jungefreiheit) November 29, 2025
6.32 Uhr: JF-Reporterin Lena berichtet von den ersten Eindrücken von der Gegendemonstration in der Innenstadt. Viele AfD-Gegner haben sich bereits vermummt.
Mir wurde gesagt die Antifa steht nicht vor Mittag auf. Lüge! pic.twitter.com/TVmi6n5kHd
— Lena (@lenasjfupdate) November 29, 2025
6.27 Uhr: Die ersten Blockaden sind bereits im Gange. Im Visier der Linksextremisten ist vor allem die Autobahn.
6:23 Die pinke Aktionsgruppe blockiert laut Widersetzen in Wettenberg den Gießener Ring/Autobahnkreisel. Zudem soll es eine Abseilblockade auf dem Gießener Ring geben #gi2911 #NoAfd #Gießen
— Perspektive Online (@PerspektiveOn) November 29, 2025
6.20 Uhr: Auf den Straßen nach Gießen wird es voll. Gruppen von Linksextremisten werden von der Polizei aus den Bussen geholt und nun in die Stadt begleitet.
Kein Durchkommen mehr auf der Autobahn. Die Straßen sind mit Gegendemonstranten blockiert, die nun von der Polizei in die Stadt begleitet werden. #Giessen pic.twitter.com/ZfgecVpiMw
— JUNGE FREIHEIT (@jungefreiheit) November 29, 2025
6.18 Uhr: Vor dem Bahnhof in Gießen sammeln sich die Anhänger der linksextremen Szene. Sie wollen gleich in Richtung der Messehallen starten. Einige Hundert dürften schon vor Ort sein.
6:00 Mit den Worten „Gießen bleibt laut, solidarisch und antifaschistisch“ startet die Demo am Bahnhof #gi2911 #NoAfd #Gießen pic.twitter.com/WIK4r5JJZe
— Perspektive Online (@PerspektiveOn) November 29, 2025
6.10 Uhr: Bisher kommt noch niemand in die Halle. Ein junges Mitglied der AfD hofft auf einen schnellen Beginn der Versammlung. Hätte er mal ne Jacke mitgenommen.
Maurice aus Nordrhein-Westfalen erzählt mir, er warte seit einer Stunde vor der Halle. Das Wetter in Gießen: Fünf Grad, aber trocken.#2911GI pic.twitter.com/mfF6wqKthF
— Sven (@SvenVersteegen) November 29, 2025
6.08 Uhr: Jean-Pascal Hohm, designierter Chef der neuen AfD-Jugend, zeigt sich gegenüber der JUNGEN FREIHEIT bisher entspannt: „Wir sind optimistisch, dass die Polizei unsere Versammlungsfreiheit gewährleisten kann.“ Hohm weiter: „Allen eingesetzten Polizeibeamten wünsche ich von Herzen, dass sie den Tag ohne Verletzungen überstehen und abends gesund zu ihren Liebsten zurückkehren können.“
6.05 Uhr: Und schon geht es rund. Die ersten Pyros werden gezündet und Demonstranten rennen über die Autobahn in Richtung des AfD-Veranstaltungsortes, berichtet JF-Influencerin Lena.
morgens 6:00, 7 km entfernt von Gießen auf der Landstraße: mehrere Busse aus Köln kommen an, um für „unsere Demokratie“ zu demonstrieren. Fehlt nur noch die Rocky Musik im Hintergrund. pic.twitter.com/YJzP4KKedP
— Lena (@lenasjfupdate) November 29, 2025
5.57 Uhr: Die Neunziger wollen ihre Musik zurück. Der „Adenauer-Bus“ des „Zentrums für politische Schönheit“ dreht die Boxen auf. Doch er bespaßt damit wohl nur die eigenen Anhänger. An der Halle ist nur ein leises Rauschen zu hören, berichtet JF-Reporter Sven Versteegen.
Der Adenauer SRP + begrüßt die AfD-Jugend. An der Halle hört man allerdings nur ein leises Rauschen.#2911GI pic.twitter.com/PywQyCSf78
— Sven (@SvenVersteegen) November 29, 2025
5.53 Uhr: Wenig Freude am Polizeieinsatz haben schon jetzt die Anhänger des linksextremen „Zentrums für politische Schönheit“. Daß die Polizei sie nicht direkt zur Halle durchläßt, sorgt für Wut und Empörung.
Die Polizei in #Gießen lässt rechtswidrig keine Teilnehmer zu einer angemeldeten Demo pic.twitter.com/ecs27dkZiT
— n1c0.lel 📯 (@callmenico_tw) November 29, 2025
5.50 Uhr: Die Autobahnzufahrt nach Gießen ist derzeit von Bussen mit Gegendemonstranten blockiert. Von dort an, geht es nur noch zu Fuß weiter. Es kommt dort niemand mehr durch.
Busse voller Demonstranten werden direkt an der Autobahnusfahrt entlassen. Die Busse blockieren die Auffahrt pic.twitter.com/ZzLOouOvq2
— JUNGE FREIHEIT (@jungefreiheit) November 29, 2025
5.45 Uhr: Die schon vor der Halle eingetroffenen jungen AfD-Mitglieder zeigen sich mit dem Polizeieinsatz bisher zufrieden. Aktuell gibt es noch keine Vorfälle, berichten sie der JF.
5.40 Uhr: Hunderte Busse mit Gegendemonstranten wurden angekündigt. Die ersten kommen bereits an. Doch die Polizei läßt sie nicht in die Innenstadt. Ab der Autobahnzufahrt heißt es: aussteigen und den Rest der Strecke laufen.
5.35 Uhr: Insgesamt 14 Bundesländer schicken Bereitschaftspolizisten nach Hessen, um den Kongreß der AfD zu schützen. Auch Bundespolizisten sind im Einsatz. Bereits am Vortag waren lange Fahrzeugkolonnen der Polizei auf den Autobahnen nach Gießen zu sehen.
Aufgrund der Neugründung der AfD-Jugendorganisation in #Gießen haben sich zahlreiche Gegenversammlungen angekündigt. Wir hoffen auf einen möglichst störungsfreien und friedlichen Verlauf für alle.
Wir sind mit vielen Einsatzkräften vor Ort und bestmöglich vorbereitet.#2911GI pic.twitter.com/WhYEW9dok2
— Polizei Mittelhessen (@Polizei_MH) November 29, 2025
5.30 Uhr: Der Bahnhof in Gießen könnte heute zum Nadelöhr werden. Die ersten Gegendemonstranten sammeln sich dort bereits.
Am Bahnhof Gießen sind schon die ersten angekommen 05:30 kommt der erste Zug
Gegen die AFD #gießen #g2911 #afd pic.twitter.com/O4iGccmmV6— walid021079 (@walid021079) November 29, 2025
5.25 Uhr: Ein Grüppchen von Bundestagsabgeordneten steht seit 30 Minuten vor der Halle. „Voller Vorfreude“, sagt Stephan Protschka, der auch Landeschef der AfD in Bayern ist, der JUNGEN FREIHEIT.

5.20 Uhr: Die Messehallen, in denen der AfD-Gründungskongreß stattfindet, sind weiträumig abgesperrt. Die Halle selbst wird mit Stacheldraht gesichert.
#Giessen
Vor Ort.
Halle ist besser gesichert als unsere Grenzen.Dennoch Fazit bisher: Bravo an die Polizeikräfte. Gut organisiert pic.twitter.com/RMeuJZKTaZ
— Andreas M. Höfner (@AHoefner_AFD) November 29, 2025
5.15 Uhr: Die ersten AfD-Mitglieder sind bereits an der Halle eingetroffen. Insgesamt werden rund 1.000 Parteimitglieder erwartet, darunter auch die Partei- und Fraktionsvorsitzende Alice Weidel.

5.10 Uhr: Die Stadt gleich bereits einen Hochsicherheitstrakt. Auch berittene Polizisten sind schon im Einsatz.

5.08 Uhr: An den Zugängen zur Halle haben sich bereits Fotografen der gewaltbereiten Antifa positioniert. Unter den Augen der Polizei fotografieren sie bereits auch Journalisten ab. Die Aufnahmen landen nicht selten auf linksextremen Portalen, auf denen dann zu Gewalt gegen die Menschen aufgerufen wird.
5.05 Uhr: Vor allem die Gewerkschaften mobilisieren gegen die AfD-Jugendgründung und lassen sich das auch etwas kosten. „Für alle ver.di-Mitglieder aus NRW übernehmen wir die Kosten für das Busticket zu den Protesten! Einfach Ticket oder Beleg bei deinem zuständigen Bezirk oder direkt beim Landesbezirk einreichen. Der entsprechende Betrag für den regulären Ticketpreis wird euch dann erstattet“, heißt es von der „Dienstleistungsgewerkschaft“ Verdi. Beim „Widersetzen“ handelt es sich um eine Sammelbewegung und aus linken und linksextremen Gruppierungen, die im Vorfeld bereits zu Blockaden und Gewalt aufgerufen haben.
4.55 Uhr: AfD-Chefin Alice Weidel hatte die Gewaltaufrufe bereits im Vorfeld kritisiert. Sie sagte der dpa, ihr persönlich werde nichts passieren, „das weiß ich“, doch sie mache sich Sorgen um die Wege der Teilnehmer. „Ich mache mir immer Sorgen über die Wege, die unsere Leute gehen müssen“, erklärte sie und sprach von einem „reinen Spießrutenlauf“. Sie verwies auf die Schwierigkeiten zwischen Hauptbahnhof, Parkplätzen und den Zugängen zu den Hessenhallen.
Gewerkschaften, linke Parteien, Kirchen und andere Initiativen mobilisierten zu Protesten, während das Bündnis „Widersetzen“ Blockaden ankündigte. Sprecher Suraj Mailitafi sagte auf Einladung der Linkspartei im Bundestag, man werde „diese rechtsextreme Gründung verhindern“, dieses „rechtsextreme Kadertreffen in Gießen“ dürfe nicht stattfinden. Fraktionschefin Heidi Reichinnek kündigte an, Abgeordnete der Linksfraktion würden vor Ort sein.

Hessens Innenminister Roman Poseck verwies auf Gewaltaufrufe aus der linken Szene und verurteilte diese scharf. Weidel betonte, wäre ein Parteitag der Linkspartei von tausenden Rechtsextremen bedroht, „wäre die ganze Bundesrepublik in Empörung“.
4.50 Uhr: Der zunehmende Druck auf das Umfeld der Messe zeigte sich zuletzt auch wirtschaftlich. Mehrere Hotels (JF berichtete) und Unternehmen sagten Termine ab, verlegten Veranstaltungen oder brachen ihre Kooperation mit der Messe ab, nachdem linksextreme Gruppen zum Angriff auf die Betreiber aufgerufen hatten. Die Messe berichtete von einer auffälligen Häufung solcher Schritte im Zusammenhang mit der AfD-Jugendgründung. Mitarbeiter beschrieben in einem offenen Brief Bedrohungen und Beleidigungen gegen sich und ihre Familien (JF berichtete).
4.40 Uhr: Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat das Sicherheitskonzept der Stadt Gießen bestätigt und damit die Entscheidung des Verwaltungsgerichts (JF berichtete) wieder aufgehoben. Nach dem Beschluß sind Demonstrationen in der Weststadt untersagt und dürfen nicht in den unmittelbaren Bereich der Hessenhallen verlagert werden. Die Stadt hatte argumentiert, die Flächen seien aus Sicherheitsgründen ungeeignet; der VGH folgte dieser Einschätzung.
Das Vermummungsverbot bleibt bestehen, ebenso das Verbot bestimmter Schutzausrüstungen. Die Kundgebung der Linkspartei sowie weitere Versammlungen müssen auf die zugewiesenen Ersatzflächen ausweichen, da Sicht- und Hörweite nach Gerichtsangaben weiterhin gewährleistet sind. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.
4.30 Uhr: Für das Wochenende werden rund 5.000 bis 6.000 Sicherheitsbeamte aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengezogen, wie die Polizei der JF mitteilte. Die Sicherung umfaßt weiträumige Absperrungen rund um die Hessenhallen. Zusätzlich sperrt die Stadt ab Freitagabend beide Lahnbrücken – die Sachsenhäuser Brücke und die Konrad-Adenauer-Brücke – für den allgemeinen Verkehr; passieren dürfen sie nur Anwohner mit Ausweisdokument. Auch mehrere Hauptstraßen bleiben vollständig gesperrt.
Als einzige Zufahrt in die Weststadt ist voraussichtlich nur die Krofdorfer Straße möglich. Die Stadt weist darauf hin, daß sich wegen der dynamischen Lage kurzfristige Änderungen ergeben können. Ab 6 Uhr starten die ersten Kundgebungen und Demonstrationszüge.
4.25 Uhr: Linksextreme Gruppen mobilisieren bundesweit nach Gießen. Das Bündnis Widersetzen organisiert Busanreisen, Sammelpunkte und Blockaden, um Delegierte am Zugang zu hindern. Auf dem linksextremen Portal Indymedia erschienen Gewaltaufrufe und Drohungen, bis hin zur Ankündigung, man wolle „die Stadt Gießen zum Brennen bringen“. Die Polizei rechnet mit zehntausenden Gegendemonstranten.
4.15 Uhr: Vor der Gründung liegt ein umfangreiches anonymisiertes Antragsbuch vor. Der Leitantrag des Bundesvorstands sieht den Namen „Generation Deutschland“ vor. Andere Anträge fordern „Jugend Germania“, ein Wappenlogo mit Kreuz und Adler oder die Rückkehr zur Bezeichnung Junge Alternative. Diese stammen nach JF-Informationen nicht aus dem Umfeld des designierten Bundesvorstandes. Weitere Initiativen wollen Entscheidungsrechte neu ordnen, das Delegiertensystem ersetzen oder auf eine Kurzbezeichnung wie „GD“ vorerst verzichten.
4.10 Uhr: Bei der neuen AfD-Jugendorganisation deutet nach JF-Informationen vieles auf einen weitgehend abgestimmten Personalvorschlag hin. Als Vorsitzender gilt der Brandenburger Landtagsabgeordnete Jean-Pascal Hohm, der den Namen „Generation Deutschland“ bevorzugt. Für die drei Stellvertreterposten werden nach JF-Informationen der Sachse Jan Richard Behr und der niedersächsische Kommunalpolitiker Adrian Maxhuni genannt, während in Nordrhein-Westfalen mehrere Bewerber antreten.
Ebenfalls nach JF-Informationen sind Lennard Scharpe als Schatzmeister, Reinhild Goes als stellvertretende Schatzmeisterin und Christopher Wiedenhaupt als Schriftführer vorgesehen. Für die acht Beisitzerposten liegen zahlreiche Kandidaturen aus mehreren Landesverbänden vor. Die JF berichtete bereits ausführlich über die Konsensliste.
4.05 Uhr: Unsere Reporter waren am Freitagabend in der Gießener Innenstadt unterwegs. Mehrere Geschäfte kündigten an, am Wochenende geschlossen zu bleiben, darunter auch Läden in der Fußgängerzone. Vor einem Blumenmarkt wies eine Tafel darauf hin, daß die Filiale am 29. und 30. November nicht öffnen werde. Ein benachbarter leerstehender Ladenraum war vollständig mit Pappe verbarrikadiert.

Auch gastronomische Betriebe reagierten. Der Imbiß „Icke wa“, spezialisiert auf Berliner Currywurst, bleibt am Wochenende geschlossen. Blöd für angereiste Studis aus der Hauptstadt. Auf dem Weihnachtsmarkt waren einzelne Buden bereits verriegelt oder vollständig verbaut. Ein Glühweinstand will auch am Samstag öffnen, allerdings nur mit Ausschank in Pappbechern. Für die links bis linksextremen Demonstranten gibt es damit immerhin etwas, das das Herz wärmt.

Am Bahnhof verteilten Gegendemonstranten Flugblätter an ankommende Reisende. Aktivisten des Bündnisses „Widersetzen“ sprachen Passanten an und forderten insbesondere junge Frauen auf, aufeinander aufzupassen. „Omas gegen Rechts“ warnten bereits im ICE vor angeblich gewaltbereiten AfD-Mitgliedern.
4.00 Uhr: In Gießen soll in wenigen Stunden der Gründungskongreß der neuen AfD-Jugend starten. Die JUNGE FREIHEIT begleitet die Entwicklungen in und außerhalb der Hessenhallen mit diesem Liveticker. Delegierte reisen seit dem frühen Morgen an, während Aufbau- und Sicherheitsteams ihre Arbeit aufnehmen. Zugleich bereiten zahlreiche linksextreme Gruppen ihre Gegenkundgebungen und Störaktionen vor, die im Laufe des Tages erwartet werden.





