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Reaktionen auf deutsche Panzerzusage: „Nach dem Marder kommt der Leopard“

Reaktionen auf deutsche Panzerzusage: „Nach dem Marder kommt der Leopard“

Reaktionen auf deutsche Panzerzusage: „Nach dem Marder kommt der Leopard“

Schützenpanzer vom Typ "Marder" stehen in einer Reihe.
Schützenpanzer vom Typ "Marder" stehen in einer Reihe.
Schützenpanzer vom Typ „Marder“ sollen bald der Ukraine zur Verfügung stehen – das sorgt für ein geteiltes politisches Echo Foto: picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte
Reaktionen auf deutsche Panzerzusage
 

„Nach dem Marder kommt der Leopard“

Nach Frankreich und den USA will auch die Bundesrepublik die Ukraine nun mit „Marder“-Schützenpanzern im Krieg gegen Rußland unterstützen. Das löst ein geteiltes Echo im politischen Deutschland aus. Die Reaktionen reichen von Erleichterung bis Eskalationsvorwürfen.
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BERLIN. Die Zusage der Bundesregierung, 40 „Marder“-Schützenpanzer und eine Batterie „Patriot“-Flugabwehrraketen an die Ukraine zu liefern, hat in der Politik für neue Kontroversen gesorgt. „Es ist eine große Erleichterung, daß die Bundesregierung und speziell das Kanzleramt den Weg endlich frei machen für Panzerlieferungen an die Ukraine“, schrieb die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), auf Twitter. Zugleich pochte sie auf die Lieferung des Kampfpanzers „Leopard“. „Nach dem ‘Marder` komme der ‘Leopard`.“

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen äußerte auf der Online-Plattform ebenfalls seine Zustimmung zu der Entscheidung. Zugleich kritisierte er, die Ampelkoalition habe erst gehandelt, nachdem die USA und Frankreich Panzerlieferungen angekündigt hatten. „Es wird wieder nur auf Druck gehandelt und wenn es gar nicht mehr anders geht.“

AfD-Chef Tino Chrupalla nannte den Entschluß „beunruhigend“. Deutschland habe dem Druck aus den USA nachgegeben. Durch die Lieferung der „Marder“ bestehe die Gefahr, daß die Bundesrepublik zur Kriegspartei werde, warnte er.

Wagenknecht: „Marder“-Lieferung bedeute Eskalation

Die Bundestagsabgeordnete der Linkspartei, Sahra Wagenknecht, warf der Regierung von Kanzler Olaf Scholz (SPD) verantwortungsloses Handeln vor. Sie setze damit auf Eskalation statt auf Diplomatie, schrieb sie auf Twitter.

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) rechtfertige unterdessen die Maßnahme und betonte, es sei „richtig, auf Alleingänge zu verzichten“ und im Einklang mit den Verbündeten gehandelt zu haben. Zugleich räumte er ein, daß Entscheidungen „künftig schneller getroffen werden können“.

Zuvor hatte Frankreich der Ukraine die Lieferung von Spähpanzern des Typs AMX-10 RC zugesagt. Die Vereinigten Staaten ihrerseits stellen Bradley-Panzer bereit.

(ag)

Schützenpanzer vom Typ „Marder“ sollen bald der Ukraine zur Verfügung stehen – das sorgt für ein geteiltes politisches Echo Foto: picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte
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