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Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: Zahl der Asylanträge erreicht höchsten Stand seit 2017

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: Zahl der Asylanträge erreicht höchsten Stand seit 2017

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: Zahl der Asylanträge erreicht höchsten Stand seit 2017

Migranten in einer Einrichtung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge
Migranten in einer Einrichtung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge
Migranten in einer Einrichtung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
 

Zahl der Asylanträge erreicht höchsten Stand seit 2017

BERLIN. Die Zahl der Asylanträge ist im vergangenen Jahr auf das höchste Niveau seit vier Jahren gestiegen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge registrierte 2021 etwa 191.000 Anträge, berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf aktuelle Zahlen der Behörde.

Bei 148.000 Fällen handelte es sich um Erstanträge, was dem höchsten Wert seit 2018 entspricht. 17,5 Prozent (rund 26.000) von ihnen bezogen sich auf Kinder, die in Deutschland geboren und unter einem Jahr alt waren. Das Bundesamt wies dem Bericht zufolge darauf hin, daß die Zahlen für 2020 aufgrund der Reisebeschränkungen während der Corona-Pandemie wenig aussagekräftig seien. 2020 waren in Deutschland circa 122.000 Asylanträge gestellt worden, 2017 waren es fast 223.000.

Die meisten Asylbewerber kamen im vergangenen Jahr aus Syrien (mehr als 70.000). Zugenommen habe dem Flüchtlingsamt zufolge die Zahl der Antragsteller aus Afghanistan (über 31.000 Fälle). Ebenso stiegen demnach die Anträge von Personen aus Nordmazedonien (4.500). Viele Folgeanträge seien von Einwanderern aus dem Westbalkan gekommen.

Zahl der illegalen Grenzübertritte steigt auf Rekordhoch

Ende 2021 verzeichnete das Bundesamt rund 108.000 offene Asylanträge, was einer Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies lag laut dem Bundesinnenministerium vor allem an der anhaltenden Sekundärmigration innerhalb der Europäischen Union.

Wie berichtet, ist ein großer Teil der in Deutschland ankommenden Migranten nicht in der zentralen europäischen Datenbank registriert. In den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres hatten 53 Prozent der Erstantragsteller ab 14 Jahren keinen Eurodac-Treffer verzeichnet. Bei Eurodac handelt es sich um eine Datenbank der Europäischen Union, mit der anhand von Fingerabdrücken Mehrfachanträge in den Mitgliedsstaaten verhindert werden soll.

Die EU-Grenzschutzagentur Frontex registrierte im vergangenen Jahr einen Höchststand an illegalen Grenzübertritten. Wie die Behörde mit Sitz in Warschau am Dienstag mittteilte, belief sich die Zahl nach vorläufigen Daten auf rund 200.000 Grenzübertritte. Dies sei ein Zuwachs von 36 Prozent gegenüber 2019 und um 57 Prozent gegenüber 2020. Brennpunkte waren der Behörde zufolge die zentrale Mittelmeerroute und der Westbalkan. (ls)

Migranten in einer Einrichtung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul
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