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Lubmin: Sellner besetzt Nord Stream 2 und fordert Öffnung der Pipeline

Lubmin: Sellner besetzt Nord Stream 2 und fordert Öffnung der Pipeline

Lubmin: Sellner besetzt Nord Stream 2 und fordert Öffnung der Pipeline

Martin Sellner und Mitstreiter vor dem Nord Stream 2 Terminal Foto: Sellner
Martin Sellner und Mitstreiter vor dem Nord Stream 2 Terminal Foto: Sellner
Martin Sellner und Mitstreiter vor dem Nord Stream 2 Terminal Foto: Sellner
Lubmin
 

Sellner besetzt Nord Stream 2 und fordert Öffnung der Pipeline

LUBMIN. Der Sprecher der Identitären Bewegung (IB), Martin Sellner, und Mitstreiter der „Aktion Solidarität“ haben am Montag das Nord Stream 2 Terminal in Lubmin zeitweise besetzt und die Inbetriebnahme der Gaspipeline verlangt. „Wir fordern die sofortige Öffnung von Nord Stream 2 und eine Volksabstimmung über die Energie- und Sanktionspolitik der Bundesregierung“, sagte er in einem Video, das sich in den sozialen Medien verbreitete.

Weiter drohte Sellner, die Pipeline selbst in Betrieb zu nehmen. „Wenn sie nicht Gas geben, dann geben wir Gas. Wir sind heute hier, um Nord Stream 2 aufzudrehen.“ Eine weitere Forderung an die Bundesregierung war, die Grenzen zu schließen.

Zugleich richtete Sellner schwere Vorwürfe an die Bundesregierung. „Die Regierung nimmt die Verarmung und das Frieren von Millionen Menschen in Kauf.“ Dabei betonte er gegenüber der JUNGEN FREIHEIT: „Es geht hier gar nicht um Kriegs- und Geopolitik, sondern primär um die Verantwortung vor dem eigenen Volk.“

Nord Stream 2 liegt auf Eis

Nach kurzer Zeit war die Polizei vor Ort und versuchte demnach, die Aktion zu beenden. Um dem Zugriff der Beamten zu entgehen, seien sie in nahegelegene Wälder ausgewichen. „Die Polizei kam mit einem massiven Aufgebot und ein Teil der Aktivisten zog sich ins Gebüsch rund um Nord Stream zurück. Dort jagten die Polizisten sie im Unterholz unter anderem mit einem Helikopter. Die meisten konnten entkommen, vier wurden gefaßt und sind noch in Gewahrsam.“

Zwar habe die Aktion Wellen geschlagen und gezeigt, was ginge, wenn man nur wollte. „Wir sind noch nicht zufrieden, weil wir es diesmal nicht geschafft haben Nord Stream aufzudrehen. Aber wir sind überzeugt, daß wir den Protesten damit eine Initialzündung gegeben haben“, bilanzierte Sellner.

Als Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine ist Nord Stream 2 derzeit nicht in Betrieb. Es ist unklar, ob oder wann russisches Gas durch sie nach Europa transportiert wird. (ag)

Martin Sellner und Mitstreiter vor dem Nord Stream 2 Terminal Foto: Sellner
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