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Kaufprämie als Rohrkrepierer: Der Schmu mit den Elektro-Autos

Kaufprämie als Rohrkrepierer: Der Schmu mit den Elektro-Autos

Kaufprämie als Rohrkrepierer: Der Schmu mit den Elektro-Autos

Beim Crashtest fliegt ein Tesla durch die Luft. Viele Elektroautos werden gewinnbringend ins Ausland weiterverkauft. Die Kaufprämie lockt Betrug an.
Beim Crashtest fliegt ein Tesla durch die Luft. Viele Elektroautos werden gewinnbringend ins Ausland weiterverkauft. Die Kaufprämie lockt Betrug an.
Beim Crashtest fliegt ein Tesla durch die Luft. Viele Elektroautos werden gewinnbringend ins Ausland weiterverkauft. Foto: picture alliance/Keystone | Michael Buholzer
Kaufprämie als Rohrkrepierer
 

Der Schmu mit den Elektro-Autos

BERLIN. Auf Deutschlands Straßen befinden sich deutlich weniger Elektro-Autos als das Kraftfahrtbundesamt zugelassen hat. Offenbar sorgt die Kaufprämie der Bundesregierung für ein gutes Geschäft bei den Herstellern und Käufern – sowie für saubere Luft auf ausländischen Straßen. Denn vielfach werden die Autos schnell und gewinnbringend in die Nachbarländer weiterverkauft. Die Marge ist die Kaufprämie. Und die beträgt 9000 Euro.

Diesen Verdacht legen Untersuchungen des Berliner „Instituts Schmidt Automotive Research“ nahe, über die der Spiegel berichtet. „Der Verlierer ist der deutsche Steuerzahler, der indirekt saubere Luft in Städten außerhalb Deutschlands subventioniert und nicht in Deutschland selbst“, erklärt Inhaber Matthias Schmidt.

Autohändler haben sich auf die Deals spezialisiert

Hintergrund: Käufer müssen ein staatlich gefördertes Elektroauto nur mindestens ein halbes Jahr selbst halten. Das spricht sich herum: Autohändler werben inzwischen mit dem Spruch „Sechs Monate kostenlos Tesla fahren“. Hinzu kommt der dicke Gewinn beim Weiterverkauf. Viele Händler haben sich auf den Export fast neuer elektrischer Gebrauchter spezialisiert, um Mitnahmeeffekte zu erzielen.

Laut Kraftfahrt-Bundesamt sind seit Januar 2012 rund 890.000 vollelektrische Pkw in Deutschland zugelassen worden. Im aktuellen Gesamtbestand befinden sich jedoch nur noch 756.517 Fahrzeuge. Mehr als 130.000 E-Autos sind in zehn Jahren verschwunden. Umgerechnet sind das 15 Prozent. Bei Tesla betrifft das sogar fast jeden vierten der 98.000 zugelassenen Wagen.

Natürlich werden einige Autos Totalschäden durch Unfälle oder technische Defekte erlitten haben. Aber es ist unwahrscheinlich, daß das fast jeden sechsten Wagen betrifft. Wahrscheinlicher ist ein Subventionsmißbrauch. Auch das Center of Automotive Management hegt den Verdacht, daß ein erheblicher Teil der neu zugelassenen Elektroautos wenige Monate, nachdem die Fördergelder geflossen sind, ins Ausland weiterverkauft werde. Der Steuerzahler verliere mit diesem „legalen Trick“ dreistellige Millionenbeträge. (fh)

Beim Crashtest fliegt ein Tesla durch die Luft. Viele Elektroautos werden gewinnbringend ins Ausland weiterverkauft. Foto: picture alliance/Keystone | Michael Buholzer
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