Kritik an Corona-Maßnahmen und Umgang damit: Nach der Aktion „Alles dichtmachen“ kommt „Alles auf den Tisch“
#allesaufdentisch: Kritik an Corona-Maßnahmen und dem Umgang damit Foto: Screenshot allesaufdentisch.tv

Kritik an Corona-Maßnahmen
 

„#allesaufdentisch“ wehrt sich erfolgreich gegen YouTube-Löschung

KÖLN. Die Initiatoren der Aktion „#allesaufdentisch“ haben sich erfolgreich gegen die Löschung einiger Videos von der Plattform YouTube gewehrt. Das Landgericht Köln beschloß am Montag per einstweiliger Verfügung, daß die Entfernung der Clips rechtswidrig war. Die Begründung von YouTube für die Löschung sei „nicht berechtigt“ gewesen, berichtete die Bild-Zeitung unter Berufung auf den Gerichtsbeschluß.

Außerdem sei den Künstlern hinter der Aktion nicht mitgeteilt worden, „welche Passage der Videos gegen die Richtlinien verstoßen“. Daher sei auch für das Gericht „eine entsprechende Überprüfung nicht möglich“ gewesen.

Zuvor hatte Youtube mehrere Beiträge von „#allesaufdentisch“ gelöscht. Die Betreiber warfen den Verantwortlichen vor, gegen die „Richtlinien zu medizinischen Fehlinformationen verstoßen“ zu haben. Die beanstandeten Videos enthielten „Behauptungen über Schutzimpfungen gegen COVID-19, die der übereinstimmenden Expertenmeinung lokaler Gesundheitsbehörden oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) widersprechen“.

Betroffen war unter anderem ein Gespräch zwischen dem Schauspieler und Kabarettisten Gernot Haas und dem Neurobiologen Gerald Hüther über Angst. Ebenso ein Video mit dem Musiker Jakob Heymann und dem Mathematiker Stephan Luckhaus zum Thema Inzidenz.

Steinhöfel: „Neue Dimension des Rechtsbruchs“

Mehr als 50 Künstler hatten die Aktion „#allesaufdentisch“ Ende September ins Leben gerufen und rund 50 Experten – darunter Medienwissenschaftler, Mediziner, Juristen, Publizisten, Ökonomen – teils in Video-, teils in Audiobeiträgen von jeweils gut 20 Minuten Länge zu verschiedenen Aspekten der Corona-Maßnahmen befragt.

Einer der Experten ist der Jurist Joachim Steinhöfel. Mit ihm unterhielt sich der Schauspieler Wotan Wilke Möhring über Meinungsfreiheit. Gegenüber der JUNGEN FREIHEIT kritisierte Steinhöfel die Löschaktion von Youtube scharf.

„Einer der weltweit renommiertesten Wissenschaftler überhaupt, Professor John Ioannidis aus Stanford, kritisierte erst im September, daß Big Tech wegen der Pandemie enorme Wertzuwächse an den Börsen erzielte und gleichzeitig eine mächtige Zensurmaschinerie entwickelte, um die der Öffentlichkeit zugängliche Informationen zu manipulieren. Hier sehen wir ein Beispiel dafür, eine neue Dimension des Rechtsbruchs durch YouTube.“ (krk/ag)

#allesaufdentisch: Kritik an Corona-Maßnahmen und dem Umgang damit Foto: Screenshot allesaufdentisch.tv
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