Die Allianz-Arena leuchtet im Januar beim Spiel FC Bayern München gegen die TSG Hoffenheim als Zeichen für Vielfalt in den Regenbogenfarben Foto: picture alliance / augenklick/SvenSimon/ Pool / via | Frank Hoerman

EM-Spiel Deutschland gegen Ungarn
 

Kein Regenbogen-Stadion: Großes Bedauern über Uefa-Entscheidung

MÜNCHEN. Die Entscheidung der Europäischen Fußball-Union Uefa, die Münchner Allianz-Arena beim EM-Spiel Deutschland gegen Ungarn am Mittwoch nicht in den Regenbogenfarben erstrahlen zu lassen, ist auf Kritik gestoßen. „Regenbogenfarben und für was sie stehen, sollten niemals eine Provokation sein, sondern eine Selbstverständlichkeit. Solange das nicht gilt, sind wir nicht am Ziel“, schrieb die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Katja Mast, am Dienstag auf Twitter.

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Grünen-Spitzenkandidatin Annalena Baerbock rief dazu auf, ein „starkes Zeichen der Vielfalt“ zu setzen und „den Regenbogen durchs Land“ zu tragen.

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Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, mahnte, Menschenrechte müßten überall gelten, auch im Stadion:

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Zuvor hatte die Uefa die Bitte von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) abgelehnt, das Stadion als Zeichen gegen die Homosexuellenpolitik Ungarns bunt zu beleuchten. „Die Uefa ist gemäß ihrer Satzung eine politisch und religiös neutrale Organisation. Angesichts des politischen Kontextes dieses speziellen Antrags – eine Botschaft, die auf eine Entscheidung des ungarischen nationalen Parlaments abzielt – muß die Uefa diesen Antrag ablehnen“, berichtet die ARD-„Sportschau“.

Als Reaktion darauf wollen nun andere Sportstätten am Mittwoch die Regenbogenlichter anschalten – auch wenn dort gar kein Spiel stattfindet. So verkündete der Vorstandssprecher des Bundesligisten Eintracht Frankfurt, Axel Hellmann: „Der Deutsche-Bank-Park schaltet zum Spiel gegen Ungarn den Regenbogen an. Das Waldstadion bleibt bunt!“ Laut dem WDR planen die Betreiber des Kölner Stadions das Gleiche.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der die Beleuchtung der Allianz-Arena in den Farben der Homosexuellenbewegung unterstützt hatte, bedauerte die Entscheidung der Uefa. „Schade, daß die Münchner Arena nicht in Regenbogenfarben leuchten darf. Das wäre ein sehr gutes Zeichen für Toleranz und Freiheit gewesen“, schrieb er auf Twitter.

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Der Sender ProSieben kündigte an, als Reaktion am Mittwoch sein Senderlogo bunt zu gestalten.

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(krk)

Die Allianz-Arena leuchtet im Januar beim Spiel FC Bayern München gegen die TSG Hoffenheim als Zeichen für Vielfalt in den Regenbogenfarben Foto: picture alliance / augenklick/SvenSimon/ Pool / via | Frank Hoerman
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