Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU): Eine Gedenkstätte zu deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg sei ein wichtiges erinnerungspolitisches Vorhaben
Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU): Eine Gedenkstätte zu deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg sei ein wichtiges erinnerungspolitisches Vorhaben Foto: picture alliance/Britta Pedersen/dpa

Zweiter Weltkrieg
 

Kulturstaatsministerin plant Gedenkstätte zu NS-Verbrechen

BERLIN. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat bekundet, eine Gedenk- und Bildungsstätte über die Verbrechen der Deutschen im Zweiten Weltkrieg errichten zu wollen. „Dabei soll zum einen die Verbindung von rassenideologischer Eroberungspolitik, Gewaltandrohung, Krieg und Diplomatie behandelt werden wie auch die Praxis der Gewalt in ihren verschiedenen Formen dargestellt werden“, heißt es in einem entsprechenden Konzept, das der Bild am Sonntag vorliegt.

Die Bildungsstätte werde beispielsweise die Sterilisierung und Ermordung von Menschen mit Behinderung, den Einsatz von Gaswagen und -kammern, Massaker, Massenerschießungen, Zwangsarbeit und bewußtes Verhungern lassen thematisieren. Auf diese Weise werde die Geschichte Europas unter deutscher Besatzung „in bisher einmaliger Weise im Zusammenhang dokumentiert und dargestellt“, heißt es in dem Dokument weiter.

Deutsche Verbrechen prägten Europa noch heute

Der Zweite Weltkrieg und die in deutschem Namen begangenen Verbrechen prägten Europa bis heute, sagte Grütters. Die ersten Schritte zur Realisierung des „erinnerungspolitisch so bedeutsamen Vorhabens“ seien nun gemacht.

Unter der Leitung des Deutschen Historischen Museums soll bis Ende dieses Jahres auch ein Konzept für eine entsprechende Dauer- und Wechselausstellung ausgearbeitet werden. Der Bundestag hatte die Regierung im vergangenen Oktober dazu aufgefordert, diesen Schritt in die Wege zu leiten. (zit)

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU): Eine Gedenkstätte zu deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg sei ein wichtiges erinnerungspolitisches Vorhaben Foto: picture alliance/Britta Pedersen/dpa
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