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Pandemie-Maßnahmen: Corona-Politik: Union-Präsident Zingler platzt der Kragen

Pandemie-Maßnahmen: Corona-Politik: Union-Präsident Zingler platzt der Kragen

Pandemie-Maßnahmen: Corona-Politik: Union-Präsident Zingler platzt der Kragen

Der Präsident des FC Union Berlin, Dirk Zingler, hat genug von der Corona-Politik der Bundesregierung Foto: picture alliance/dpa | Andreas Gora
Der Präsident des FC Union Berlin, Dirk Zingler, hat genug von der Corona-Politik der Bundesregierung Foto: picture alliance/dpa | Andreas Gora
Der Präsident des FC Union Berlin, Dirk Zingler, hat genug von der Corona-Politik der Bundesregierung Foto: picture alliance/dpa | Andreas Gora
Pandemie-Maßnahmen
 

Corona-Politik: Union-Präsident Zingler platzt der Kragen

BERLIN. Der Präsident des Fußballbundesligisten Union Berlin, Dirk Zingler, hat seinem Unmut über die Corona-Maßnahmen Luft gemacht. In einer Medienrunde am Donnerstag warf er der scheidenden Bundesregierung schwere Verfehlungen im Umgang mit der Corona-Krise vor. „Unser Land ist in einem katastrophalen Zustand, weil es katastrophal geführt wurde und katastrophal kommuniziert wurde“, sagte er laut dem Magazin Kicker. Das Abwälzen der Verantwortung in der Pandemie auf Veranstalter und Unternehmen sei kaum noch zu ertragen, empörte sich der Fußballfunktionär.

Verärgert zeigte sich Zingler über die Kritik von Politikern an Bundesligaspielen vor Zuschauern. „Es wird sich aufgeregt über volle Stadien. Aber wir regen uns nicht auf über lange Schlangen an Impfzentren, die mit zu geringer Kapazität und zu wenig Impfstoff arbeiten.“

Angesichts der Vorwürfe von Politikern gegen den Fußballprofi Joshua Kimmich (FC Bayern München), der nicht geimpft ist, polterte der Union-Präsident: „Daß sich unsere Bundesregierung mit einer Einzelperson einer Berufsgruppe befaßt, die zu 90 bis 95 Prozent geimpft ist, ist ein Skandal – und nicht Joshua Kimmich. Wenn wir gesellschaftliche Solidarität einfordern, soll das Land mal liefern, dann soll der Staat solidarisch mit seinem Volk sein und seine Hausaufgaben machen: Impfstoff zur Verfügung stellen, 30.000 Pflegekräfte einstellen und Krankenhausbetten organisieren. Danach kann er Solidarität von seinem Volk einfordern.“

Mainzer Sportvorstand kritisiert Corona-Politik

Zugleich prangerte Zingler Versäumnisse im Gesundheitswesen an. „Ich habe 2021 fünf Wochen lang jeden Tag Stunden auf einer Intensivstation verbracht (Grund war demnach ein Krankheitsfall im persönlichen Umfeld, d. Red.). Ich weiß, wovon ich rede, ich weiß auch, was für eine Belastung die Schwestern und Pfleger haben. Mir brauchen sie nichts erzählen.“

Das Problem sei, daß während der Pandemie 30.000 Pflegekräfte und 6.000 Betten verloren gegangen seien. Vor dem Hintergrund müsse der Staat erst einmal seine Hausaufgaben machen, bevor er die Grundrechte der Menschen einschränke.

Es ist nicht das erste Mal, daß die Corona-Politik der Bundesregierung Kritik aus der Fußballbundesliga erntet. So hatte bereits der Sportvorstand des FSV Mainz 05, Christian Heidel, den verantwortlichen Politikern vorgeworfen, mit ihrer Forderung nach einer Impfpflicht für Fußballprofis vom eigenen Versagen abzulenken.

Zingler mit Seitenhieb gegen „Clown aus München“

Auch der Trainer des 1. FC Köln, Steffen Baumart, war wiederholt hart mit der Politik ins Gericht gegangen. Mitte November hatte er unter anderem Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) für seine Aussagen in der Corona-Krise attackiert.

Einen Seitenhieb auf den bayerischen Landesvater konnte sich auch Zingler nicht verkneifen und sprach von dem „Clown aus München“. Auf Nachfrage eines Journalisten fügte er hinzu: „Sie wissen nicht, wen ich meine. Er ist ein Kumpel von mir in München.“ (ag)

Der Präsident des FC Union Berlin, Dirk Zingler, hat genug von der Corona-Politik der Bundesregierung Foto: picture alliance/dpa | Andreas Gora
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