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Kunden warten in der Corona-Pandemie vor einem Supermarkt: In Hessen können Einzelhändler nun Ungeimpfte aussperren Foto: picture alliance/dpa | Hauke-Christian Dittrich
Kunden warten in der Corona-Pandemie vor einem Supermarkt: In Hessen können Einzelhändler nun Ungeimpfte aussperren Foto: picture alliance/dpa | Hauke-Christian Dittrich

Kein Zutritt für Ungeimpfte
 

Corona-Pandemie: In Hessen können Supermärkte 2G-Regel umsetzen

WIESBADEN. Die Verschärfung der Corona-Regeln hat in Hessen auch die Supermärkte erreicht. Dort dürfen nun alle Einzelhändler selbst entscheiden, ob sie die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) oder die verschärfte 2G-Regel (geimpft, genesen) umsetzen. Bislang waren Geschäfte des täglichen Bedarfs davon ausgenommen, wie beispielsweise Discounter und Drogeriemärkte. Allerdings spekuliert die Politik darauf, daß die Läden davon nur begrenzt Gebrauch machen werden. „Wir gehen davon aus, daß diese Option eher nur tageweise genutzt wird und Geschäfte des alltäglichen Bedarfs davon keinen Gebrauch machen werden“, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) laut Bild-Zeitung.

„Das heißt dann aber auch, daß ohne 2G weiter die Abstands- und die Maskenpflicht gelten“, erläuterte der Christdemokrat. Eine Umsetzung der 2G-Regel bedeutet demnach, daß Ungeimpfte sich ihre Lebensmittel von anderen Personen kaufen lassen oder sich impfen lassen müßten.

Intensivmediziner warnen vor Grippe- und Corona-Welle

Bouffier forderte die Bürger angesichts des Endes der kostenlosen Corona-Tests auf, sich impfen zu lassen. Er betonte, die Impfung biete den größten Schutz und sei „nach wie vor unkompliziert, unbürokratisch und kostenfrei zu bekommen“.

Unterdessen warnte der Intensivmediziner-Verband DIVI vor einer kombinierten Corona- und Grippewelle im Winter. Im Fall einer milden Grippewelle müsse mit bis zu 1.500 Intensivpatienten gerechnet werden, bei einer schweren mit der doppelten Zahl, berichtete die Bild-Zeitung unter Berufung auf eine Sachverständigen-Runde von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Der DIVI-Experte Christian Karagiannidis habe demnach geäußert, diese Zahlen seien für das Gesundheitssystem „nicht schaffbar“. (ag)

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