Menschenleerer Weihnachtsmarkt in Berlin: SPD-geführte Bundesländer plädieren für eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen Foto: picture alliance
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Kontaktbeschränkungen über Weihnachten und Feuerwerksverbot
 

SPD-geführte Bundesländer wollen Corona-Maßnahmen verschärfen

BERLIN. Die SPD-regierten Bundesländer Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz haben sich für eine Verlängerung und Verschärfung der Corona-Maßnahmen ausgesprochen. Das geht aus einem entsprechenden Papier hervor, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Demnach sollen private Treffen auf maximal fünf Personen aus zwei Haushalten beschränkt werden. Kinder unter 14 Jahren seien von der Regel ausgenommen.

Ausnahmen könne es an den Weihnachtstagen geben. „Mit dieser Regelung soll Weihnachten auch in diesem besonderen Jahr als Fest im Kreise von Familie und Freunden, wenn auch im kleineren Rahmen möglich sein“, heißt es in dem Schreiben. Zugleich werde dazu geraten, sich vor und nach den Feiertagen möglichst in eine mehrtätige häusliche Selbstquarantäne zu begeben.

Weitere Verschärfungen seien auch bei der Maskenpflicht vorgesehen. „Jede Person hat in geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs- oder Kundenverkehrs zugänglich sind, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen“, zitiert die dpa aus dem Papier. Ferner sollen auch im Freien Masken getragen werden, wenn sich dort Menschen „entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten“.

Corona-Maßnahmen sollen bis Januar gelten

Laut Berliner Morgenpost wollen die SPD-geführten Länder in diesem Jahr Silvesterfeuerwerke verbieten. Auf diese Weise sollen Menschenansammlungen vermieden werden.

Hochschulen sollen ab dem 1. Dezember auf digitale Lehre umstellen. An Schulen sehe das Konzept eine Kombination aus Verschärfungen und regionaler Differenzierung bei niedriger Infektionsrate vor. In Regionen mit einer sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 sollen Restaurants wieder öffnen dürfen.

Die Ausweitung der Regelungen sollen demnach bis Mitte Januar gelten. Sie könnten aber jeweils um 14 Tage verlängert werden, falls die Fallzahlen nicht sinken sollten.

Bund und Länder beraten am Mittwoch

Über das Beschlußpapier werden die Landesregierungen am Montag diskutieren. Die unionsgeführten Bundesländer haben keine eigenen Konzepte vorgelegt.

Am Mittwoch werden die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Bundesländer erneut über das Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Es gilt derzeit als sicher, daß die derzeitigen Maßnahmen ausgebaut werden. (ag)

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