Hamburger Trümmerfrauen beseitigen den Schutt nach einem Luftangriff Foto: picture alliance/arkivi
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Gedenkkultur

Hamburger AfD fordert Denkmal für Trümmerfrauen

HAMBURG. Die Hamburger AfD-Fraktion hat die Errichtung eines Denkmals zur Erinnerung an die Trümmerfrauen gefordert. „Die Trümmerfrauen stehen sinnbildlich für den Wiederaufbau und den Neubeginn Deutschlands in der Nachkriegszeit. Diesem Teil unserer Erinnerungskultur muß gestärkt werden. Wir fordern daher ein ehrenvolles Andenken in Form eines zentralen Denkmals für die Trümmerfrauen“, sagte die familienpolitische Sprecherin der Fraktion, Olga Petersen. Die Würdigung der Frauen sei ein Zeichen des Respekts.

In ihrem Antrag erinnerte die AfD daran, daß Grünen-Politiker in der Vergangenheit versucht hatten, das Gedenken an die Wiederaufbauleistung zu minimieren. Dabei hätten die Frauen „in der unmittelbaren Nachkriegszeit die Hauptlast“ der Aufräumarbeiten getragen.

34.000 Hamburger starben durch alliierte Bombenangriffe

Hamburg war im Sommer 1943 durch alliierte Luftangriffe schwer getroffen worden. Während der sogenannten Operation Gomorrha starben durch US-amerikanische und britische Bomber schätzungsweise bis zu 34.000 Menschen.

In Hamburg hatte es in den vergangenen Monaten eine Debatte um Denkmäler und die öffentliche Erinnerungskultur gegeben. So hatte das Magnus-Hirschfeld-Zentrum die Errichtung eines Denkmals für die Opfer sexueller Diskriminierung in der Hansestadt verlangt. Zuvor waren Rufe laut geworden, den Kopf des dortigen Bismarckdenkmals zu entfernen. (ag)

Hamburger Trümmerfrauen beseitigen den Schutt nach einem Luftangriff Foto: picture alliance/arkivi

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