Feuerwerksverbot
Geschäft für Feuerwerksverkauf in Berlin Foto: picture alliance/dpa | Wolfgang Kumm

Zu Silvester

Grüne fordern totales Feuerwerksverbot

BERLIN. Die Berliner Grünen-Fraktionschefin Antje Kapek hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) dazu aufgerufen, ein umfassendes Feuerwerksverbot für Silvester zu erlassen.

Zwar hätten sich Bund und Länder am Sonntag auf ein Verkaufsverbot für Böller und andere Pyrotechnik verständigt, sagte Kapek dem rbb. Erlaubt sei aber weiterhin selbstgebasteltes oder aus dem Vorjahr vorhandenes Feuerwerk sowie Raketen und Böller aus dem Ausland abzubrennen. Deswegen müsse Seehofer beim Böllerverbot nachschärfen und die Sprengstoffverordnung anpassen, um diese Lücke zu schließen, forderte die Grünen-Politikerin. Ziel sei ein umfassenderes Kauf-, Verkaufs- und Zündverbot.

Grüne schon länger für Feuerwerksverbot

Seit der sich wieder zuspitzenden Corona-Krise waren die Rufe nach einem Feuerwerksverbot lauter geworden. Die Berliner Grünen sind jedoch schon länger entschiedene Gegner der Silvester-Knallerei. Im April 2018 beschlossen sie auf ihrem Landesparteitag die Forderung, Feuerwerk zu verbieten.

Vor fünf Jahren sprach sich zudem der damalige Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele dafür aus, das Zünden von Silvester-Böllern zu untersagen. Er reagierte damit auf die Terroranschläge von Paris bei denen durch Islamisten 130 Personen getötet wurden. Viele Menschen seien wegen der Terrorgefahr verunsichert und würden durch die Knaller in Schrecken versetzt, warnte der Politiker. „Die Leute wissen ja nicht, was das ist, was so fürchterlich bumst.“ (krk)

Geschäft für Feuerwerksverkauf in Berlin Foto: picture alliance/dpa | Wolfgang Kumm

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