Grünen-Politiker

Terrorangst: Ströbele fordert Verbot von lauten Böllern

BERLIN. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele hat ein Verbot von lauten Silvester-Böllern gefordert. „Sinnvoll ist ein Verbot von größeren Feuerwerkskörpern mit der drei- bis zehnfachen Knallkraft normaler Böller“, sagte Ströbele dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Damit reagierte der Politiker auf die Terroranschläge von Paris bei denen durch Islamisten 130 Personen getötet wurden. Viele Menschen seien wegen der Terrorgefahr verunsichert und würden durch die Knaller in Schrecken versetzt, warnte der Politiker. „Die Leute wissen ja nicht, was das ist, was so fürchterlich bumst.“

Pyro-Verband weist Forderung zurück

Zudem sprach sich der Abgeordnete aus Kreuzberg dafür aus, die Gebiete, in denen zu Silvester kein Feuerwerk gezündet werden darf, auszuweiten. Entsprechende Diskussionen gab es bereits nach den Terroranschlägen vom 11. September. In Brüssel war das Silvesterfeuerwerk 2007 wegen Terrorgefahr untersagt worden.

Der Verband der pyrotechnischen Industrie wies die Forderung zurück. „Die Böller, der Herr Ströbele meint, sind in Deutschland nicht zugelassen und illegal“, sagte Geschäftsführer Klaus Gotzen der Saarbrücker Zeitung. Statt dessen solle die Politik stärker gegen illegale Feuerwerksartikel vor allem aus Osteuropa vorgehen. (ho)

Hans-Christian Ströbele: Grüne in Verbotsstimmung Foto: dpa

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