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Umfrage: Großteil der Deutschen befürwortet Corona-Beschränkungen

Umfrage: Großteil der Deutschen befürwortet Corona-Beschränkungen

Umfrage: Großteil der Deutschen befürwortet Corona-Beschränkungen

Ausgangsbeschrankung
Ausgangsbeschrankung
Frau mit Mundschutz in Berlin vor einem geschlossenen Geschäft Foto: imago images/Emmanuele Contini
Umfrage
 

Großteil der Deutschen befürwortet Corona-Beschränkungen

Auch zwei Wochen nach Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen hält eine große Mehrheit der Deutschen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Ausbreitung für angemessen. Laut einer aktuellen Umfrage sind 93 Prozent der Bürger mit den Regelungen einverstanden. Unterdessen zählte die John Hopkins Universität in Deutschland erstmals mehr Corona-Infektionen als in China.
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BERLIN. Auch zwei Wochen nach Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen hält eine große Mehrheit der Deutschen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Ausbreitung für angemessen. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest-Dimap für den ARD-Deutschlandtrend befürworten 93 Prozent der Befragten, daß man sich noch in der eigenen häuslichen Gemeinschaft oder mit einer weiteren Person treffen darf. Vor zehn Tagen waren es noch 95 Prozent. Sechs Prozent lehnen die Maßnahme ab. Ihr Wert hat sich im Vergleich zur vergangenen Umfrage damit verdoppelt.

Ein Großteil der Bürger hat zudem nach wievor großes Vertrauen in das deutsche Gesundheitswesen. 77 Prozent von ihnen sind überzeugt, daß Krankenhäuser und Ärzte die Corona-Epidemie bewältigen können. Bei 17 Prozent ist das Vertrauen weniger groß und bei fünf Prozent der Bevölkerung klein.

Mehr Infektionen in Deutschland als in China

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) geht davon aus, daß die Abstandsregelungen wegen der Coronapandemie noch das ganze Jahr lang gelten könnten. Es gehe darum, „die Infektionsgeschwindigkeit so zu verringern, daß wir das Gesundheitssystem nicht überlasten und Zustände wie in Spanien oder Italien verhindern“, sagte Geisel am Freitag dem rbb.

„Das wäre jetzt nicht seriös zu sagen, am 19. April ist alles zu Ende. Wir werden uns darauf einstellen müssen, daß wir zwar diesen Lockdown im Laufe des April, Mai dann sicherlich lockern müssen. Aber die Beschränkungen, Abstandsregelungen, die Veränderung unserer Lebensgewohnheiten­ – ich fürchte, das wird uns das ganze Jahr über begleiten.“

Unterdessen gibt es laut der amerikanischen John Hopkins Universität erstmals mehr nachgewiesene Corona-Infektionen in Deutschland als in China. Stand Freitag morgen zählte die Universität 84.794 bestätigte Infektionen und 1.107 Todesfälle hierzulande. Für China, wo das Virus zuerst nachgewiesen wurde, gibt sie 82.432 Corona-Infektionen an. An der Spitze liegen die Vereinigten Staaten mit 243.453 Infizierten, gefolgt von Italien (115.242) und Spanien (112.065). (krk)

Frau mit Mundschutz in Berlin vor einem geschlossenen Geschäft Foto: imago images/Emmanuele Contini
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