Antifa-Demonstration in Köln: An den Universitäten profitieren Linksextreme von Semesterbeiträgen Foto: picture alliance
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Journalisten entdecken den Linksextremismus

Antifa an Universitäten: Ein altbekannter Skandal

Das Sommerloch treibt jedes Jahr seine Blüten. Angesichts der Corona-Krise, der Debatte um angeblich rassistische Polizeigewalt und nun die Unruhen in Weißrußland sollte man meinen, es bedürfte keiner weiteren Aufregung. Doch seit einigen Tagen berichten Medien über die Finanzierung der linksextremen Antifa durch Semesterbeiträge an der Universität Köln.

Zunächst hatte der Express geschrieben, daß der „Antifa Arbeitskreis“ an der Hochschule vom „Allgemeinen Studierendenausschuß“ (Asta) im neuen Haushalt mit 8.500 Euro bedacht wird. „Studierende der Universität zu Köln zahlen an die Antifa. Und zwar alle. Und bereits seit vielen Jahren“, empörte sich das Blatt.

Der Kölner Arbeitskreis ist dabei ein besonders schwerer Fall. Die Gruppe in der Rheinmetropole wird vom Verfassungsschutz als „linksextremistische Organisation“ eingestuft und beobachtet.

Linke Mehrheiten sichern die Geldflüsse

Doch die Finanzspritze mittels Semesterbeiträgen ist nicht neu. Jeder Student zahlt an seiner Hochschule pro Semester einen Beitrag, der je nach Hochschule stark variiert. Im hessischen Marburg zahlen die angehenden Akademiker beispielsweise 338,95 Euro im kommenden Wintersemester. Davon erhält der jeweilige Asta seine Mittel, die er auch an die Hochschulgruppen verteilt.

Wer wieviel Geld bekommt, darüber entscheidet das „Studierendenparlament“ (StuPa). Da dort zumeist linke bis linksradikale Gruppen und Nachwuchsorganisationen entsprechender Parteien die Mehrheit stellen, verwundert es nicht, wenn eben auch die Antifa ihr Budget bekommt.

Dagegen wehren kann sich der einzelne Student nicht. Weigert er sich, den Semesterbeitrag zu zahlen, droht ihm die Exmatrikulation. Auch die Hochschulleitung ist machtlos, wenn das Parlament die Zuschüsse für die Gruppen durchwinkt.

Neu ist nur die Aufregung

An der Kölner Universität liegt der Semesterbeitrag im kommenden Semester bei 280,95 Euro. Davon gehen 205,95 Euro an den Asta. Zwar bezahlt er davon unter anderem auch das Semester-Ticket für die Studenten, aber eben auch die Linksextremisten.

So muß jeder Student unabhängig von seinen Ansichten mitunter seine erklärten Feinde finanzieren. Der gläubige Christ unterstützt so mit seinem Geld unfreiwillig kirchenfeindliche „Queer-“, „Homo-“ oder „Trans-Gruppen“. Und der Burschenschafter bezahlt die Plakate, die auf dem Campus zur Demonstration vor seinem Verbindungshaus aufrufen.

Diese Zustände sind nicht neu und allgemein bekannt. Neu ist lediglich die plötzliche Aufregung einiger Medien zur Sommerlochzeit. Daß aus dem Kölner Fall eine Diskussion über die Verwendung und Kontrolle der Semesterbeiträge erwächst oder das Thema Linksextremismus an Hochschulen thematisiert wird, wäre wünschenswert.

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