CDU

Maaßen und Patzelt treten „WerteUnion“ bei

BERLIN. Der frühere Präsident des Bundesverfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen, und der Dresdner Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt sind der „WerteUnion“ beigetreten, einem konservativem Verband innerhalb der Union. Der Bundesvorsitzende der Organisation, Alexander Mitsch, sagte der FAZ, die beiden prominenten Mitglieder zeigten, daß sich die „WerteUnion“ trotz aller Widerstände in CDU und CSU etabliert habe.

Die Gruppierung war vor knapp zwei Jahren gegründet worden und äußerte früh Kritik an der Asylpolitik der Bundesregierung. Im April vergangenen Jahres hatte der Zusammenschluß in einem „Konservativem Manifest“ eine umfassende programmatische Wende der CDU verlangt. Neben der Zuwanderungspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisiert die „WerteUnion“ unter anderem die Aussage, der Islam gehöre zu Deutschland.

Maaßen gilt als Merkel-Kritiker

Auch Maaßen gilt als Kritiker von Merkels Asylpolitik. Nachdem er darauf beharrt hatte, daß es in Chemnitz keine rassistischen Hetzjagden auf Ausländer gegeben habe, wurde er von Innenminister Horst Seehofer (CSU) entlassen.

Patzelt war wegen seiner Beratertätigkeit für die AfD Kritik geraten. Zuletzt hatte ihm die Technische Universität Dresden eine Seniorprofessor verweigert und den Schritt damit begründet, der Hochschullehrer habe sich politisch zu stark exponiert. (ag)

Maaßen (2. v. l.) auf der Veranstaltung der Werte-Union mit Patzelt (2. v. r.) Foto: JF/vo

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