Christian Pfeiffer: „Das Patriarchat besteht bei uns immer noch“ Foto: dpa
„Männliche Dominanz“

Kriminologe: „Trump und Bolsonaro sind Gefahr für die Menschheit“

BERLIN. Der Kriminologe Christian Pfeiffer hat davor gewarnt, daß die männliche Dominanz das Überleben der Menschheit gefährde. „Die Dominanz der Männer ist eine Hauptquelle all der Probleme, die uns Angst machen: Überbevölkerung, Terrorismus, Umweltverschmutzung, Klimakatastrophe. Das wird zu wenig beachtet“, sagte Pfeiffer der FAZ.

„Wir sind zwar auf guten Wegen in Deutschland, aber längst nicht angekommen. Der Anteil der Frauen im Bundestag ist gesunken. Das geht gar nicht“, ergänzte der habilitierte Kriminologe, der in den vergangenen Jahren wegen seiner Äußerungen zur Flüchtlingskriminalität in die Kritik geraten war.

„Das Ziel einer echten Gleichrangigkeit ist nicht erreicht“

Typen wie US-Präsident Donald Trump oder sein brasilianischer Amtskollege Jair Bolsonaro „sind eine Gefahr für die Menschheit geworden“. Die männliche Dominanz gebe es nicht nur bei Vergewaltigungen. „Darüber hinausgehend geht es mir um die Dominanz der Männer, die glauben, alles, selbst die Natur, müsse sich ihnen unterordnen. Die glauben, sie könnten ihre Ego-Ansprüche überall ausleben. Beides muß miteinander vernetzt werden.“

Zurecht würden Feministinnen diese angebliche Vorherrschaft Patriarchat nennen. „Das Patriarchat besteht bei uns immer noch. Es ist schwächer geworden. Aber das Ziel einer echten Gleichrangigkeit ist nicht erreicht“, behauptet Pfeiffer. (ls)

Christian Pfeiffer: „Das Patriarchat besteht bei uns immer noch“ Foto: dpa

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