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Dieter Janecek: Kampf gegen „Vielfliegerei“: Grünen-Politiker sorgt für Empörung

Dieter Janecek: Kampf gegen „Vielfliegerei“: Grünen-Politiker sorgt für Empörung

Dieter Janecek: Kampf gegen „Vielfliegerei“: Grünen-Politiker sorgt für Empörung

Flugzeug
Flugzeug
Flugzeug im Anflug auf den Rhein-Main-Flughafen Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress
Dieter Janecek
 

Kampf gegen „Vielfliegerei“: Grünen-Politiker sorgt für Empörung

BERLIN. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Dieter Janecek hat mit einem Vorstoß zur gesetzlichen Begrenzung von Flugreisen Empörung hervorgerufen. „Wer Flugreisen rationiert, der zeigt das alte Gesicht einer Verbotspartei“, sagte FDP-Chef Christian Lindner in der Bild-Zeitung.

Der Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst (CDU) kritisierte: „Solche Ideen führen zu immer mehr staatlicher Überwachung des Lebens der Menschen und schüren Politikverdrossenheit.“ Der Vorsitzende des Seeheimer Kreises der SPD, Johannes Kahrs, sprach von einem „dusseligen Vorschlag“. Die Menschen sollten selbst entscheiden, wie oft sie flögen.

„Intellektuelle Gedankenspiele“

Selbst von der eigenen Parteiführung hagelt es Kritik. Janecek übe sich in „intellektuellen Gedankenspielen“, die keine praktikablen Ansätze seien „um tatsächlich etwas für den Klimaschutz zu erreichen“, sagte der stellvertretende Grünen-Bundesvorsitzende Oliver Krischer.

Vergangene Woche hatte der ehemalige bayerische Landesvorsitzende seiner Partei im Münchner Merkur eine Beschränkung von drei Flügen pro Jahr und pro Bürger ins Gespräch gebracht. „Wer mehr fliegen will, muß die Flüge dann von anderen kaufen, die ihr Budget nicht ausschöpfen. Dadurch würde die Vielfliegerei teurer.“

Dies sei gewissermaßen ein „privater Emmissionszertifikatehandel“. Wer wenig fliege, könne Anteile „sogar verkaufen und Geld verdienen“. Sein Appell: „Die Lust-Vielfliegerei muß eingedämmt werden.“ (tb)

Flugzeug im Anflug auf den Rhein-Main-Flughafen Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress
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