Die AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alice Weidel, widerspricht den Vorwürfen Foto: picture alliance / AA
Anschlag in Halle

„Geistige Brandstiftung“: AfD weist Vorwürfe zurück

BERLIN. Die Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag, Alice Weidel, hat die Vorwürfe, die AfD trage eine Mitschuld am Anschlag auf die Synagoge in Halle, scharf kritisiert. „Wir weisen die Instrumentalisierungsversuche des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU), des SPD-Vorsitzkandidaten Karl Lauterbach und anderer Politiker entschieden und aufs schärfste zurück“, teilte sie mit. Durch diese „haltlosen Diffamierungen“ werde die Gesellschaft gespalten und das demokratische Fundament geschwächt.

AfD-Bundessprecher Alexander Gauland nannte die Vorwürfe „infam“. Sie würden dem Ernst der Lage nicht gerecht. Die AfD sehe sich mit allen demokratischen Kräften im Kampf gegen antisemitischen Terror und extremistische Gewalt vereint. „Unsere Anteilnahme und uneingeschränkte Solidarität gilt insbesondere der jüdischen Gemeinde in Halle und der jüdischen Gemeinschaft in ganz Deutschland“, betonte Gauland.

Friedman attackiert AfD-Wähler

Sein Co-Vorsitzender Jörg Meuthen versicherte, jüdisches Leben in Deutschland sei elementarer Bestandteil unserer Identität und werde es immer bleiben. Er hoffe, daß der Täter das höchstmögliche Strafmaß erhalte.

Mehrere Politiker anderer Parteien und Prominente hatten der AfD eine Mitschuld an der Terrortat gegeben. Neben Lauterbach und Herrmann hatte auch der ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Michel Friedman, die Partei und ihre Wähler scharf attackiert und ihr „geistige Brandstiftung“ vorgeworfen. (ag)

Die AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alice Weidel, widerspricht den Vorwürfen Foto: picture alliance / AA

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