Chemnitz
Der Kranz der AfD-Fraktion am Eingang des Friedhofs: Die Polizei verwehrte den Mitgliedern zunächst die Niederlegung Foto: Lars Franke/Facebook

Weltkriegstote
 

Gedenkfeier: AfD erhebt schwere Vorwürfe gegen Stadt Chemnitz

CHEMNITZ. Die AfD Chemnitz hat der Stadtverwaltung vorgeworfen, sie von der Kranzniederlegung am städtischen Friedhof ausgeschlossen zu haben. Der Kreisverband wollte dort am Dienstag den Opfern des alliierten Bombenangriffs am 5. März 1945 gedenken.

„Wir wollten vor der offiziellen Veranstaltung der Stadt eine mit Liebe gestaltete Erinnerung an die über 4.000 getöteten Bürger niederlegen, mehr nicht“, schrieb das Chemnitzer AfD-Mitglied Lars Franke auf Facebook. Die Sachsen-AfD sprach von „einer unsäglichen Gesinnungspolitik“, die die Angst und die Hybris der etablierten Eliten vor der AfD zeigten.

Stadt Chemnitz und AfD stellen Situation unterschiedlich dar

Die Stadt Chemnitz rechtfertigte sich auf Anfrage der JUNGEN FREIHEIT. „Die Veranstaltung der AfD hätte zur Überschneidung mit der lange bekanntgegebenen städtischen Gedenkveranstaltung geführt.“ Zudem wäre für die Kranzniederlegung ein Antrag notwendig gewesen. „Der AfD wurde dies im Vorfeld mitgeteilt“, heißt es von der Stadt. „Gleichzeitig erhielten sie das Angebot, wie andere Personen, Gruppierungen und Fraktionen auch, an der städtischen Veranstaltung teilzunehmen und einen Kranz abzulegen.“

Dem widerspricht Kreisvorstandsmitglied Nico Köhler. „Ein solches Angebot hat es nicht gegeben“, sagte Köhler der JF. „Wir durften bis zum Ende der öffentlichen Veranstaltung unseren Kranz nicht ablegen“, bestätigte er. Nach dem Ende der städtischen Gedenkveranstaltung habe man diesen dann aber niedergelegt. (tb)

Der Kranz der AfD-Fraktion am Eingang des Friedhofs: Die Polizei verwehrte den Mitgliedern zunächst die Niederlegung Foto: Lars Franke/Facebook
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