Die Sprecherin von BirthStrike, Blythe Pepino und ihre Mitstreiterin Alice Brown (von links), im Interview mit der BBC Foto: Screenshot BBC
„BirthStrike“

Wegen Klimawandel: Frauen treten in Gebärstreik

LONDON/WIEN. Eine Gruppe britischer Frauen will aus Angst vor dem Klimawandel keine Kinder in die Welt setzen. „Unser Planet befindet sich derzeit am kollabieren“, sagte die Sprecherin der Gruppe „BirthStrike“, Blythe Pepino, in der BBC.

Deswegen habe sie sich im vergangenen Jahr entschieden, kein Kind zur Welt zu bringen. Der Times erzählte Pepino, daß sie einen Partner habe und mit diesem eigentlich auch gerne Kinder haben würde. „Wir lieben uns und es fühlt sich so an, als ob es das richtige wäre.“ Aber nachdem sie 2018 den Bericht des Weltklimarats gelesen habe, habe sie „realisiert, wie falsch es wäre, ein Kind in eine Welt zu setzen, die am Rande der Katastrophe steht“.

Kein Kind bekommen bedeutet CO2 einzusparen

Ihre Mitstreiterin, Alice Brown, sagte der BBC, sie fühle sich „so hoffnungslos“ wegen des Verlusts an Biodiversität auf dem Planeten. Ihre Entscheidung, sich dem Geburtenstreik anzuschließen, sei vor allem von dem Wunsch motiviert, „diese Furcht nicht an jemand anderen weiterzugeben“.

In deutschsprachigen Raum bekannte sich zuletzt die Publizistin Verena Brunschweiger dazu, sich auch wegen des Klimawandels gegen Nachwuchs entschieden zu haben. „Neben der persönlichen Motivation gibt es eine ökologische Komponente“, sagte sie dem Kurier. Ein Kind sei „das schlimmste, was man der Umwelt antun kann“. Jedes nicht in die Welt gesetzte Kind bedeute „eine CO2-Einsparung von rund 50 Tonnen im Jahr“. Über ihre Beweggründe schrieb Brunschweiger das Buch „Kinderfrei statt kinderlos“. (tb)

Die Sprecherin von BirthStrike, Blythe Pepino und ihre Mitstreiterin Alice Brown (von links), im Interview mit der BBC Foto: Screenshot BBC

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