Judenhaß

Scheuer setzt Kuwait Airways ein Ultimatum

BERLIN. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat Konsequenzen für die Fluggesellschaft Kuwait Airways angekündigt, falls diese sich weiterhin weigern sollte, israelische Passagiere zu befördern. Aus diesem Anlaß hatte Scheuer nach Informationen der Bild-Zeitung bereits am 7. März den Botschafter des Landes auf der Arabischen Halbinsel zu einem Gespräch geladen. „Wenn die begonnenen Gespräche mit der kuwaitischen Seite zu keinem Ergebnis führen, wird das negative Konsequenzen für den Flugbetrieb dieser Airline in Deutschland haben“, drohte Scheuer.

Hintergrund ist der Fall eines Israeli, der im vergangenen Jahr einen Flug von Frankfurt nach Bangkok mit Zwischenstopp in Kuwait gebucht hatte. Nachdem die Airline von seiner Staatsangehörigkeit erfuhr, stornierte sie das Ticket unter Berufung auf kuwaitische Gesetze. Dagegen klagte der Israeli vor dem Frankfurter Landgericht, unterlag jedoch. Sein Berufungsverfahren läuft noch. Mehrere Politiker, darunter der damalige Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck hatten damals Sanktionen für die Airline bis hin zu einem Landeverbot in Deutschland gefordert. (tb).

Flugzeug von Kuwait Airways auf dem Frankfurter Flughafen Foto: picture alliance/Russian Look

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